Rezepte gegen die Zürcher Wohnungsnot

In der Stadt Zürich könnte es in den nächsten Jahren tausende zusätzliche Mietwohnungen geben. Der Vorschlag des Zürcher Hauseigentümerverbands: Die Hausbesitzer sollen ihre Häuser aufstocken. Allerdings gibt es für solche Pläne grosse Hindernisse.

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Bildlegende: Freie Wohnungen sind in Zürich rar. Keystone

Zwei Drittel der privaten Hauseigentümer in der Stadt Zürich haben in den nächsten Jahren Veränderungen an ihren Liegenschaften geplant. Dies zeigt eine Studie des Hauseigentümerverbandes HEV Zürich. Allerdings planen die meisten Eigentümer "lediglich" Sanierungen. Wohnungsbau steht nicht im Vordergrund.

Viele Faktoren verhindern Aufstockung

Die Studie zeigt auch auf, warum die privaten Hausbesitzer ungern investieren und umbauen. Viele können nicht mehr bauen, weil die gegenwärtige Bau- und Zonenordnung dies nicht mehr zulässt. Dazu kommen Schwierigkeiten mit den Ämtern, die Schwierigkeit, Mietern zu kündigen und das Mietrecht, das bei einem Umbau nur eine geringe Rendite zulässt.

HEV will Konsequenzen ziehen

Mit Beratungen und Vermittlungen will der HEV die Eigentümer dazu animieren, in den Wohnungsbau zu investieren. «Der HEV möchte die Hauseigentümer mehr unterstützen, wenn sie auf die Ämter müssen und er möchte auch versuchen, dass eine Mieterstreckung nur bis sechs Monaten möglich ist», sagt Albert Leiser, Direktor des HEV Zürich gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Würden Hauseigentümer ihre Gebäude um ein oder zwei Stockwerke erhöhen, ergibt dies gemäss dem HEV ein Potenzial von 15'000 neuen Wohnungen pro Stockwerk.