Fremdplatzierungen der Kesb Rückgang: Ja! Trendwende: Nein!

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich verzeichnet seit vier Jahren einen Rückgang bei den Fremdplatzierungen und bei den Schutzmassnahmen. Über die Ursachen will die KESB nicht mutmassen.

Portrait von Michael Allgäuer, Chef der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Rückgang sei keine Trendwende, sagt Michael Allgäuer, Chef der KESB der Stadt Zürich. Keystone

Weniger Fremdplatzierungen, weniger Massnahmen bei Kindern und Erwachsenen: Die KESB der Stadt Zürich verzeichnet seit vier Jahren überall einen Rückgang.

KESB der Stadt Zürich: Die Zahlen


2013
2016
Fremdplatzierungen von Kindern9054
Angeordnete Kindesschutzmassnahmen
437351
Angeordnete Erwachsenenschutzmassnahmen
559504

Von einer Trendwende wolle er jedoch nicht sprechen, sagt Michael Allgäuer, der Chef der Stadtzürcher KESB. Die Zahlen seien teilweise starken Schwankungen unterworfen. Im 10-Jahres-Vergleich seien die Fremdplatzierungen zum Beispiel relativ konstant.

Zuerst die Familien, zuletzt die KESB

Über 2000 Anfragen sind bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich im letzten Jahr eingegangen. Massnahmen wurden aber nur in jedem dritten Fall eingeleitet. «Wir versuchen auch andere Lösungen zu finden», so Allgäuer. «Das können Lösungen mit der Familie sein, damit die KSEB auf Massnahmen verzichten kann.»