Schaffhauser Lehrer-Anwalt spricht von Irreführung

Es gibt wieder Streit zwischen den Schaffhauser Lehrkräften und der Regierung: Ein interkantonaler Lohnvergleich sorgt für grossen Unmut und geharnischte Reaktionen.

Ein Klassenzimmer mit Schülerinnen und Schüler sowie einem Lehrer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Schaffhausen herrscht Knatsch über die präsentierten und realen Löhne der Lehrerinnen und Lehrer. Keystone

Die Kantonsregierung hat vor wenigen Tagen eine Aufstellung der Löhne der Schaffhauser Lehrerinnen und Lehrer präsentiert. Diese Löhne seien im Vergleich mit anderen Kantonen durchaus konkurrenzfähig bis sehr gut. Das hat heftige Reaktionen ausgelöst: Die Regierung führe unter anderem bei den Kindergärtnerinnen Maximallöhne auf, die gar niemand bekomme, protestieren Lehrkräfte.

SP-Kantonsrat Jürg Tanner, Anwalt des Lehrerverbandes stösst ins gleiche Horn: «Das grenzt an unlauteren Wettbewerb. Da werden Arbeitnehmern Versprechungen gemacht, die nichts als Schall und Rauch sind.»

Erziehungsdirektor Christian Amsler relativiert. Es sei zwar richtig, dass vorderhand niemand das Lohnmaximum erreiche. Dies hänge auch mit der angespannten Finanzlage des Kantons zusammen. Und für das Lohnsystem könne man ihn nicht verantwortlich machen. Er bleibe bei der Aussage, dass die Schaffhauser Löhne konkurrenzfähig seien.