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Pro und Contra zu den Plänen des Stadtrats
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 05.11.2019.
abspielen. Laufzeit 03:17 Minuten.
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Schaffhauser Stadthausgeviert Aus dem Schandfleck soll ein Bijou werden

Seit Jahrzehnten ist die Sanierung des historischen Stadthausgevierts ein Thema. Nun haben es die Schaffhauserinnen und Schaffhauser in der Hand, ob der Stadtrat seine Pläne ausführen kann. Diese sehen vor, dass die beiden Verwaltungsgebäude Stadthaus und Eckstein durch einen Neubau verbunden werden. Zudem würde das Haus Eckstein um zwei Stockwerke erhöht.

Für 23 Millionen Franken will die Stadt für ihre Bewohner eine zentrale, moderne Anlaufstelle schaffen.

Bildvergleich

Regler nach links verschieben Regler nach rechts verschieben
Legende:Das Haus Eckstein heute und in Zukunft.ZVG (Stadt Schaffhausen)/SRF

Gegen die Pläne der Stadt hat sich nur die FDP ausgesprochen – aus ästhetischen Gründen. Die Partei stört sich an der Aufstockung und am Erscheinungsbild des Neubaus, sagt Stadtparlamentarier Stephan Schlatter: «Ein Flachdachbau mitten in unserer historischen Altstadt: Das ist nicht nur unschön, das geht eigentlich gar nicht.»

Diese Bauvorhaben sind nicht kompatibel mit der historischen Altstadt
Autor: Stephan SchlatterSchaffhauser Stadtparlamentarier

Die Stadt baue in einem lieblosen Stil, so Schlatter weiter. Ein Stil, den die Denkmalpflege bei privaten Bauvorhaben kaum erlauben würde. Die Stadt betont, dass die detaillierten Pläne noch nicht in Stein gemeisselt seien. Aber Schlatter traut diesen Worten nicht. «Wir sollten uns die Zeit nehmen und ein neues, besseres Projekt ausarbeiten.»

Für die Kritik von Stephan Schlatter haben die Befürworter kein Verständnis. Die SP könne mit Neubau und Aufstockung leben, erklärt Jeanette Grüninger, ebenfalls Mitglied des Grossen Stadtrates: «Experten haben diese Pläne beurteilt. Für mich passen sie ins Stadtbild.»

Man hat die Chance, etwas zu realisieren, das mit dem nötigen Fingerspitzengefühl geplant wurde
Autor: Jeanette GrüningerSchaffhauser Stadtparlamentarierin

Jeanette Grüninger warnt davor, dass man die Stadt nun nochmals zu einer Ehrenrunde zwinge. Die Motivation und der Mut, das Projekt erneut zu überarbeiten, wären wohl kaum vorhanden. «Es wäre schade, mit der Sanierung noch länger zuzuwarten und die Gebäude einstürzen zu lassen.»

Neues Stadthausgeviert bis 2024?

Nicht Teil dieser Abstimmung ist der nördliche Teil des Gevierts, wo heute ehemalige Klostergebäude aus dem 13. Jahrhundert stehen. Hier sieht die Stadtregierung Wohnungen und Raum für Gewerbe und Gastronomie vor. Sie will diesen Teil im Baurecht an einen Investoren abgeben. Dieses Vorhaben ist nicht umstritten.

Sagen die Schaffhauserinnen und Schaffhauser am 17. November Ja zu den Plänen für den südlichen Teil, könnte die Sanierung des Stadthausgevierts im Jahr 2024 abgeschlossen sein.

Abstimmungsparolen

Ja: SVP, SP, CVP/GLP/EVP/Grüne, AL
Nein: FDP

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