Schaffhauser Stadtrat: Verzichtet SP auf zweiten Sitz?

Während die anderen Parteien ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahlen nominieren, tut sich die Schaffhauser SP noch schwer. Vieles deutet darauf hin, dass sie sich mit dem Sitz von Stadtpräsident Peter Neukomm begnügt und dafür die Alternativen und die Grünliberalen unterstützt.

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Bildlegende: Peter Neukomm bleibt wohl der einzige Schaffhauser SP-Stadtrat. zvg

Im Schaffhauser Stadtrat dominieren die Bürgerlichen, sie halten drei von fünf Sitzen. Der Rücktritt von FDP-Stadtrat Urs Hunziker weckt auf linker Seite nun die Hoffnung, dies bei den Wahlen im Herbst zu ändern.

SP-Unterstützung für GLP-Frau?

Allerdings überlegt sich die SP, keinen eigenen zweiten Kandidaten ins Rennen zu schicken, dafür aber die GLP-Kandidatin Katrin Bernath zu unterstützen. Noch bei den letzten Ersatzwahlen 2014 hatte sich Katrin Bernath im zweiten Wahlgang zurückgezogen – auf Druck der SP. Dabei fielen auch unschöne Worte, eine Unterstützung im diesjährigen Wahlkampf wäre darum auch ein Stück weit Wiedergutmachung.

Sollte die SP keinen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen und stattdessen AL und Grünliberale unterstützen, wäre dies ein Nachteil für die ohnehin zerstrittenen Bürgerlichen. Einiges deutet auf genau dieses Szenario hin. Dies bestätigt nach der Sitzung des SP-Wahlausschusses auch die Schaffhauser SP-Präsidentin Monika Lacher gegenüber dem «Regionaljournal».

«  Das ist einmalig in der Geschichte der SP, wenn wir entscheiden würden, aktiv die Kandidaten anderer Parteien zu unterstützen. »

Monika Lacher
Präsidentin SP Schaffhausen

Die Schaffhauser SP will darum ihre Basis entscheiden lassen, ob sie nebst der Kandidatur von Stadtpräsident Peter Neukomm auf eine zusätzliche Kandidatur verzichtet – zu Gunsten von AL und GLP. Die entscheidende Versammlung findet Ende März statt.