Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Um Kriminalität wie «Cybergrooming» zu bekämpfen, fordert die Zürcher Staatsanwaltschaft mehr Personal. abspielen. Laufzeit 03:18 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 24.05.2019.
Inhalt

Sexuelle Absichten im Internet Immer mehr Zürcher Kinder sind Opfer von «Cybergrooming»

In den letzten Jahren hat «Cybergrooming» zugenommen: Laut Studien wurde jeder dritte Jugendliche in der Schweiz online bereits einmal von einem Erwachsenen kontaktiert, der sexuelle Absichten hatte. 2014 war es nur jeder fünfte Jugendliche. Auch im Kanton Zürich gibt es immer mehr solche Fälle. «Cybergrooming» war deshalb im vergangenen Jahr ein Schwerpunkt bei der Zürcher Staatsanwaltschaft.

Dabei stellt sie eine Verlagerung fest: Vor rund zwei Jahren machten Fremde sexuelle Avancen gegenüber Minderjährigen hauptsächlich in Chat-Rooms. Inzwischen findet «Cybergrooming» immer häufiger auf Social-Media-Plattformen und Kommunikations-Apps statt.

Eine Jugendliche schaut in ein Mobiltelefon.
Legende: Die Täter versuchen, online das Vertrauen der Kinder und Jugendlichen zu gewinnen, damit es zu einem Treffen kommt. Keystone

Grosse Hürden bei der Bekämpfung

Zur Bekämpfung müssten die Strafverfolgungsbehörden deshalb weiterhin im Netz ermitteln und ihre Ressourcen gezielt einsetzen, fordert die Zürcher Staatsanwaltschaft. Besonders auf den neuen Plattformen sei es wichtig, präventiv und repressiv aktiv zu sein.

Zürcher Staatsanwaltschaft ist alarmiert

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Über 29'000 Fälle sind im vergangenen Jahr bei der Zürcher Staatsanwaltschaft eingegangen. Annähernd so viele Verfahren wurden erledigt, die Zahl der Pendenzen ist angestiegen. Damit hat die Gesamtbelastung verglichen mit dem Vorjahr zugenommen. Die Zürcher Staatsanwaltschaft fordert deshalb dringend mehr Personal.

Erschwerend für die Bekämpfung ist allerdings, dass «Cybergrooming» in der Schweiz im Gegensatz zu Österreich oder Frankreich kein Offizialdelikt ist: Grundsätzlich ermitteln die Strafverfolgungsbehörden nur auf Antrag des Geschädigten, also wenn ein betroffener Jugendlicher Anzeige erstattet. Erst, wenn der Täter aktiv explizite Bilder verschickt oder sexuelle Handlungen ausübt, gilt es als Offizialdelikt.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bert Kramer  (Bertkramer)
    Wenn der Schweiz wirklich was an Kindern läge, wären die Gesetze schon längst anders. Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie Kinderrechte in der Schweiz nichts bedeuten. Die Pädophilen hingegen können tun was sie wollen. Ich arbeite mit den Betroffenen und habe so einiges gesehen. Für mich ist klar, die Politik will nichts ändern, die Polizeien schon, dürfen aber nicht!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen