Sicher im Sattel dank Ausrüstung, Fahrtechnik und Fitness

Die Zahl der E-Bike-Unfälle hat massiv zugenommen. Betroffen sind vor allem Senioren und Seniorinnen. Die Zürcher Kantonspolizei lanciert nun eine Kampagne, die sich an ältere Personen richtet. Damit soll die Zahl der Unfälle gesenkt werden.

zh Verunfallte E-Bike-Fahrer nach Alter

E-Bikes sind im Trend. Dank eines kleinen Elektromotors sind sie schneller als herkömmliche Fahrräder. Die Geschwindigkeit kann aber zum Problem werden. Vor allem Seniorinnen und Senioren unterschätzen, wie schnell sie unterwegs sind und verunfallen oft.

Das E-Bike ist kein Fahrrad. Es ist nicht nur schneller, es ist auch schwerer, hat einen anderen Schwerpunkt und es braucht ein anderes Fahrverhalten. Das sei vor allem älteren Personen nicht bewusst, sagt Frank Schwammberger, Chef der kantonalen Verkehrspolizei. Zwei Drittel der Unfälle seien Selbstunfälle.

Unfälle reden eine deutliche Sprache

Senioren und Seniorinnen sind vor allem bei den schweren und tödlichen Unfällen überproportional vertreten. Zwischen 2012 und 2015 kam es zu 60 schweren Unfällen mit einem E-Bike. Über die Hälfte davon ging auf das Konto von über 65-Jährigen.

Kampagne soll sensiblisieren

Mit der Kampagne «E-Bike im Griff» will die Zürcher Kantonspolizei nun Gegensteuer geben und die Zahl der Unfälle senken. Plakate und Flyers erinnern die Senioren und Seniorinnen an die wichtigsten Punkte: Helm aufsetzen, helle Kleidung tragen und sich köperlich fit halten. Ausserdem organisiert die Kantonspolizei spezielle Kurse, in denen die Fahrtechnik mit E-Bikes geübt werden kann.

zh E-Bike-Unfälle und die Unfallfolgen