Sperrung Wehntalerstrasse: Zäher Verkehr aber kein Chaos

Bis Ende November dauert die Vollsperrung der Hauptverkehrsachse zwischen Zürich und Regensdorf. Das kantonale Tiefbauamt rief dazu auf, auf den ÖV umzusteigen oder Spitzenzeiten zu meiden. An die Umleitung müssen sich viele erst noch gewöhnen, wie ein erster Augenschein zeigt.

Beschilderung der Strassensperrung an der Wehntalerstrasse mit kahlen Bäumen im Hintergrund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erstaunen, Verwirrung: Viele Autofahrerinnen und Autofahrer mussten am Montagmorgen den Weg zur Arbeit neu finden. SRF

Sie bremsen unvermittelt ab, müssen sich erst einmal orientieren oder machen einen U-Turn: Viele Pendlerinnen und Pendler im Auto mussten in Regensdorf den Weg auf die Umfahrung der Wehntalerstrasse am Montagmorgen suchen. Diese ist zwar gut ausgeschildert, aber für viele wohl noch ungewohnt. So schildert der Reporter des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» den ersten Morgen unter dem neuen Verkehrsregime. «Der Verkehr am Kreisel in Regensdorf fliesst zäh, aber er fliesst», so die Feststellung.

Das ist nicht selbstverständlich. Täglich fahren nämlich über 26'000 Lastwagen und Autos hier durch, deutlich mehr als beispielsweise am Gotthard. Das Tiefbauamt des Kantons Zürich rät deshalb, wenn möglich auf den öffentlichen Verkehr auszuweichen.

Der Verkehr am ersten Morgen lief aus Sicht des Kantons «am Limit, brach aber nie zusammen». Eine kleine Panne würde bereits ausreichen, dass es zum Kollaps kommt, schätzt Dominik Bonderer, Mediensprecher der Kantonalzürcher Baudirektion, die Lage ein. Man werde die Situation deshalb weiter beobachten – eine definitive erste Bilanz soll es deshalb erst in einigen Tagen geben.