Stadt Zürich zum Hooligan-Konkordat: «Kein Allerweltsheilmittel»

Das Stimmvolk im Kanton Zürich hat das verschärfte Hooligan-Konkordat mit 85,4 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Die Stadt Zürich freut sich über das Ergebnis und arbeitet nun an der Umsetzung. Der FC Zürich schaut den Änderungen gelassen entgegen.

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Bildlegende: FCZ-Fans bei einer Kontrolle vor dem Letzigrund. Keystone

Die Stadt Zürich arbeitet nach dem deutlichen Abstimmungsergebnis an der Umsetzung des verschärften Hooligan-Konkordats. Gemäss Reto Casanova vom städtischen Polizeidepartement sucht die Stadt das Gespräch mit den Fussball- und Eishockey-Clubs, um die Rahmenbedingungen festzulegen. Casanova betont aber: «Auch das neue Konkordat ist kein Allerweltsheilmittel.»

«Die Massnahme des Kombi-Tickets wird sicher nur bei Hochrisikospielen gelten», so Casanova. Was noch nicht umgesetzt werden könne, seien Identitätskontrollen am Stadioneingang: «Da müssen wir bei der Planung des neuen Stadions die baulichen Voraussetzungen anschauen.»

FCZ gelassen

Der FC Zürich nimmt das Abstimmungsergebnis gemäss Sprecher Patrick Lienhart zur Kenntnis: «Für uns als Spielorganisator im Letzigrund wird es keine grossen Änderungen geben. Das haben uns auch die Behörden im Vorfeld der Abstimmung so gesagt.» Lienhart ist sicher, dass die Behörden die Massnahmen mit Augenmass umsetzen.

GC wollte das Abstimmungsresultat am Sonntag nicht kommentieren.