Stadtpräsidentin Corine Mauch von eigener Partei enttäuscht

Das Stadtzürcher Parlament ist gegen eine Aufstockung des Budgets der Zürcher Festspiele. Dieser Entscheid kam dank Hilfe der SP zustande. Die SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch hat sich vergeblich dagegen gewehrt.

Corine Mauch mit Brille in der Hand und Leuchtstift. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keine Freude am Entscheid der Partei: Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch. Keystone

Die Stadt Zürich unterstützt die Zürcher Festspiele jährlich mit 300'000 Franken. Dieser Beitrag hätte auf Antrag des Stadtrats neu auf 500'000 Franken aufgestockt werden sollen. Eine Erhöhung, die das Stadtparlament am Mittwoch ablehnte. Von den zusätzlichen Mitteln sollten die mittleren und kleinen Kulturhäuser profitieren.

Entscheid dank SP

Eine Mehrheit des Stadtparlaments aus SP, SVP, GLP, CVP, EVP und AL wehrte sich dagegen und machte vor allem die schlechte finanzielle Siutation der Stadt Zürich geltend. Zudem sei die Durchführung auch mit dem bisherigen Beitrag möglich, sagte Jean-Daniel Strub von der SP. Dass dieser Parlamentsentscheid mit Hilfe der eigenen Partei zu stande kam, war für die Stadtpräsidentin Corine Mauch eine grosse Enttäuschung. «Ich habe Mühe, die Argumentation meiner Fraktion nachzuvollziehen», sagt sie im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Nur FDP und Grüne dafür

Einzig FDP und die Grünen waren für eine Erhöhung. Die FDP warf der SP vor, dass sie «schlicht inkonsequent» sei. Sie sei überzeugt, dass die Weisung eine gute Sache sei, sagte Claudia Simon (FDP).Gemäss Stadtpräsidentin Corine Mauch ist die Ablehnung «ein Hammer und Motivationsdämpfer» für die Festspiele.