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Zürich Schaffhausen Stau beim Projekt Velobahn

Was für die Autofahrer möglich ist, soll auch für die Velofahrerinnen Realität werden: Eine eigene Velobahn ohne Kreuzungen, Hindernisse oder Fussgängerstreifen. Diese Idee will der Kanton Zürich in Winterthur testen. Doch bereits in der Planung staut das Projekt.

Ein Velofahrer mitten im Verkehr.
Legende: Anstatt im Stau zu stecken, sollen Velofahrer und Velofahrerinnen freie Bahn haben. Keystone

Es ist wohl der Traum aller Velofahrerinnen und Velofahrer. Ein klar abgetrennter Radstreifen mit freier Fahrt und ohne Hindernisse. Diese Idee der Schnellrouten verfolgt der Kanton Zürich seit einiger Zeit. Schon 2014 waren in der Stadt Winterthur erste Versuche geplant.

Diese Velorouten sollen relativ breit und möglichst gerade sein und sie sollen nicht den Hauptverkehrsachsen entlang führen. Der Kanton Zürich verfolgt damit das Ziel, den zukünftigen Verkehr besser zu bewältigen. So sind die Velobahnen auch nicht für die Freizeitfahrerinnen gedacht, sondern für die Pendler.

Interessenkonflikt in den 30er Zonen

Wie Anselm Schwyn vom kantonalen Amt für Verkehr gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» nun aber bestätigt, kommt das Projekt später als geplant. Grund sind die vielen involvierten Stellen, die grünes Licht für diese Velobahnen geben müssen, so Schwyn. Ein grosses Problem stellt die Routenführung durch 30er Zonen dar: «Da hat man einen Interessenkonflikt.» Einerseits habe man Beruhigungsmassnahmen wie Hindernisse in den Quartieren platziert, andererseits möchte man den Velofahrenden nun (Hindernis-)freie Fahrt ermöglichen.
«Eine Lösung ist zur Zeit noch nicht greifbar», so Schwyn. Wann deshalb in der Region Winterthur erste Velobahnen getestet werden können, ist offen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Unglaublich diese Diskiminierung des Mänlichen Geschlechts: Velofahrerinnen! Und was bitte ist mit den Velofahrer? Das ganze Gerede über Gleichberechtigung, Sexismus und Geschlechter geichbehandlung und dann so was hier... Wir zahlen alle viel zu viel für die BILAG und erhalten dann diese Diskriminierung. Besten dank auch...
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    1. Antwort von Peter Vogelsanger, Schaffhausen
      Wenn Sie mehr als nur den Titel lesen, werden Sie bemerken, dass der Artikel sehr ausgeglichen ist. Die männlichen Formen wechseln mit den weiblichen ab. Ich bin aus privaten und aus beruflichen Gründen sehr stark sensibilisiert für Genderfragen. Ich produziere selber auch ziemlich häufig Texte, schriftliche und mündliche. Viele andere Möglichkeiten hat man nicht - ausser man begibt sich in den Sprachstil unserer Grosseltern zurück. Den Zusammenhang mit der Bilag verstehe ich aber nicht.
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