Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen Steuerfall Dürnten: Gemeinde soll 250‘000 Franken zurückzahlen

Grosse Solidarität mit Ernst Suter: Der Dürntner Hilfsarbeiter, der zuviel Steuern bezahlt hat, soll zumindest einen Teil des Geldes zurückerhalten. Dies hat die Gemeindeversammlung von Dürnten am Donnerstagabend gegen den Willen des Gemeinderats entschieden.

Gut 400 Leute haben sich in der Mehrzweckhalle eingefunden – deutlich mehr als bei «normalen» Gemeindeversammlungen. Viele waren gekommen, um Solidarität mit Ernst Suter zu zeigen.

Bei der Beratung des Gemeindebudgets 2015 meldeten sich dann mehrere Dürntner zu Wort, um den Fall aufzugreifen. Es reiche nicht, dass die Gemeinde Ernst Suter die offenen Steuerrechnungen erlasse – sie müsse ihm auch das bereits bezahlte Geld zurückzahlen.

Steuererhöhung angedroht

Gemeindepräsident Hubert Rüegg (FDP) warnte zwar, eine solche Rückzahlung habe eine Erhöhung des Steuerfusses zur Folge. Doch schliesslich stimmte eine Mehrheit dafür, dass die Gemeinde im Budget 250‘000 Franken für eine Schenkung bereitstellt.

Damit Ernst Suter das Geld erhält, muss nun zuhanden der Gemeindeversammlung eine entsprechende Initiative eingereicht werden. Mehrere Dürntner planen bereits eine solche Initiative.

Legende: Video Bevölkerung will eine Viertelmillion schenken abspielen. Laufzeit 03:33 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.12.2014.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Schuh, Volketswil
    Grosses Kompliment an die Bürger der Gemeinde Dürnten. Ich freu mich sehr, dass das ungerechtfertigte eingenommene Geld wieder zurückbezahlt wird. Ich hoffe auch, dass die Verwaltung und politischen Vertreter in Zukunft mehr Achtung, Respekt und Wertschätzung von Bürgern haben!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von T. Egloff, Baden
    Auch wenn ich Gefahr laufe, gegen den Strom zu schwimmen, ich bin anderer Meinung und ich bin nicht im öffentlichen Dienst tätig. Jeder Bürger hat Rechte und Pflichten. Diese werden von uns Bürgern in Abstimmungen meist selber auferlegt. Wir sind also für die Meiste Pflichten selber schuld. Eine dieser Pflichten ist die jährliche Steurererklärung abzuliefern. Wer das nicht macht, ist eingenverantwortlich und darf sich nicht beschweren, wenn er vom Steureramt zu hoch eingeschätzt wird.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Christa Ledergerber, Freienwil
      Wer in der heutigen Zeit technisch Mühe hat sich auszudrücken, ist auf Hilfe angewiesen. Es braucht einen Staat mit Gesetzen, Tarifen ein Steuersubjekt und ein Objekt um Steuern zu erheben. Was es allerdings nicht braucht, ist eine Verdoppelung der Einschätzungsgrundlagen und eine Verwaltung die ihren besten Steuerzahler nicht "kennt". Falls das o.k. wäre, würde eine Maschine für die Verwaltung reichen, wir könnten uns die Platzhalter mit sog. Leistungslöhnen sparen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Roland Schaeren, Wiedlisbach
      Schwimmen Sie ruhig gegen den Strom, Sie sind ja nicht betroffen. Korrekt, jeder Bürger hat Rechte und Pflichten, das gilt aber ebenso für die Behörden: bei fehlender Steuererklärung haben sie das fehlbare "Steuersubjekt" (auch so ein Behördenwort!) nach "pflichtgemässem Ermessen" einzuschätzen (steht so im Zürcher Steuergesetz), also nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, und nicht willkürlich, anmassend, unverhältnismässig und schikanös.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Endlich mal ein wirklicher Austeller. Grossartiges Verhalten.Ist mutig und macht mutig. Stärkt den Glauben an das Gute und Gerechte. Hochachtung! DANKE!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen