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Zürich Schaffhausen «Strafgebühr» für Wenig-Esser

Das Zürcher Restaurant «Neumarkt» verärgert die Kundschaft: Wer nur eine Vorspeise konsumiert, muss zehn Franken extra bezahlen.

Legende: Video Strafgebühr in Zürcher Restaurant abspielen. Laufzeit 02:35 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 11.02.2016.

Das Lokal «Neumarkt» liegt idyllisch in Zürichs Altstadt. Die attraktive Lage sorgt denn auch für gute Frequenzen. Es sei immer wieder vorgekommen, dass Gäste einen ganzen Tag Plätze besetzt, aber wenig konsumiert hätten, sagt Wirt René Zimmermann. Deshalb will er die kulinarisch zurückhaltende Klientel extra zur Kasse bitten, wie die «Limmattaler Zeitung» schreibt. Falls jemand nur eine Vorspeise bestellt, wird zusätzlich ein «Deckungsbeitrag für unsere Dienstleistung» von 10 Franken fällig.

Zimmermann begründet dies gegenüber «Schweiz aktuell» mit Personalkosten und aufwändigem Service. «Wir sind als Speiserestaurant darauf angewiesen, dass die Leute konsumieren». Dafür seien die Hauptgänge entsprechend günstig. Zudem verlange das «Neumarkt» nicht als einziges Restaurant in der Stadt einen deklarierten Zuschlag für jene Gäste, die sich mit einem Salat, einer Suppe oder Getränken begnügen.

Kritische Konsumenten

Wenig Verständnis zeigt die «Stiftung für Konsumentenschutz». Geschäftsführerin Sara Stalder moniert, die Gebühr sei zu wenig deutlich kommuniziert worden. Rein rechtlich lasse sich nichts dagegen unternehmen, aber konsumentenfreundlich sei dieser Schritt keineswegs.

Skeptisch reagieren auch Passanten gegenüber «Schweiz aktuell». «Unfair» findet ein Lehrling, eine Eventmanagerin spricht von einer «lächerlichen» Massnahme, Dritte fühlen sich abgeschreckt und nicht willkommen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler (Bebbi)
    Danke für den Beitrag. Werde eine solche Beiz meiden. Ich bin der Kunde und ich entscheide was, wieviel ich wann essen will. Der Markt wird es regulieren, Herr Zimmermann. Passen sie einfach auf, wenn sie einflussreiche Gäste unbewusst verärgern, führt das sehr schnell zum Konkurs.
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    1. Antwort von Charly Ball (Charly Ball)
      @Basler: kein Problem für den Wirt wenn Sie sein Rest. meiden. Schon bedingt durch ihren Wohnort sind Sie vermutlich sowieso nur ein 1x Passant-Kunde....
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    2. Antwort von W. Helfer (W. Helfer)
      N. Bächler. Der Wirt (Gastgeber) schreibt den Gästen NICHT vor, was sie zu essen haben und was nicht. Der GASTGEBER stellt einfach Regeln in seinen eigenen 4 Wänden auf. Wer sie nicht einhalten will, darf sehr gerne fern bleiben. Ist sogar gut für die Atmosphäre.
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  • Kommentar von Christoph Heierli (help)
    Endlich einmal ein Wirt der sich getraut,die Preise der Leistung entsprechend zu gestalten. Die Konkurrenz Migros und Coop drücken dermassen auf die Preise,dass es der Wirt fast nicht mehr schafft einen anständigen Gewinn zu erzielen.Der Otto Normalverbraucher sieht den Aufwand eines solchen Betriebes nicht.Wirte werden von Vereinen nicht mehr berücksichtigt(Mehrzweckhallen).Rauchverbot, Mehrwetrsteuer, die Aufhebung desWirtepatentes usw.Dazu müssen sie sich noch die ganze Laienkritik anhören.
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  • Kommentar von Bruno Janthiang (Bruno Janthiang)
    Recht hat der Wirt. Denn besonders über den Mittag ist es Ärgerlich, wenn kein Platz mehr gefunden wird und da Leute den Platz wegnehmen, die meinen sie sind der König wenn sie eine Suppe schlürfen und dazu 2 Stunden einen Stuhl besetzen. Ein Wirt muss auch schauen dass er Umsatz hat. Da fliegen besonders bei Restaurants mit teuren Mieten die roten Geier über dem Kopf.
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