Street Parade: Viele Besucher, weniger Verletzte

Die 23. Ausgabe der Technoparade lockte am Samstag gut 950'000 Menschen in die Stadt Zürich. Polizei und Rettungsdienste ziehen eine positive Bilanz. Auch die Organisatoren sind sehr zufrieden.

Sanitäter transportieren einen Raver durch die Menschenmenge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sanitäter transportieren einen Raver durch die Menschenmenge. Dieses Jahr gab es deutlich weniger Sanitäts-Einsätze. Keystone

Schutz & Rettung Zürich war mit einem Grossaufgebot von 430 Personen an der Street Parade vertreten. An den sieben Sanitätsposten entlang der Umzugsroute und in der Patientensammelstelle wurden insgesamt 677 Personen behandelt, deutlich weniger als bei der letztjährigen Street Parade (921).

Dabei ging es vor allem um Schnittverletzungen oder Trunkenheit. Weil es so wenig Patienten hatte, konnten einige Sanitätsposten schon deutlich vor Mitternacht schliessen.

Schlägereien und Drogen

Die Stadtpolizei wurde zu diversen Schlägereien und heftigen Auseinandersetzungen gerufen. Sie stellte rund 300 Ecstasytabletten und verschiedene andere Drogen sicher.

Insgesamt 32 Personen wurden wegen verschiedener Delikte festgenommen. Die Kantonspolizei beschlagnahmte am Hauptbahnhof eine Vielzahl verschiedenster Drogen sowie einige Waffen. Bei Kontrollen im Üetlibergtunnel der A3 erwischte die Kantonspolizei vier Blaufahrer und sieben Automobilisten, die unter Drogeneinfluss am Steuer sassen. Sie alle waren ihren Fahrausweis auf der Stelle los.

Nur kleine Hoffnung auf Kostenerlass

Die Street Parade-Organisatoren zeigten sich mit dem Besucheraufmarsch zufrieden. Weil die Parade dieses Jahr wegen der Leichtathletik-EM eine Woche früher stattfinden musste, hätten sie mit deutlich weniger Besucher gerechnet, erklärte Street Parade-Sprecher Stefan Epli: «Doch trotz der schlechten Wetterprognosen kamen 950'000 Menschen und tanzten ausgelassen.»

Dennoch verursachte das frühere Datum Mehrkosten für die Organisatoren. Deshalb laufen zur Zeit Gespräche mit der Stadt Zürich, damit diese einen Teil der Kosten erlässt. Stefan Epli macht sich allerdings keine grossen Hoffnungen: «Die Chancen sind relativ klein. Wir dürfen nicht zuviel erwarten.»