Strom sparen dank Überwachung

Stromzähler, die den Stromverbrauch unmittelbar anzeigen, animieren zum Stromsparen: Bei einem Versuch in der Stadt Zürich sparten Haushalte um bis zu fünf Prozent Strom. Trotzdem verzichtet Zürich vorläufig darauf, solche «Smart-Meter» flächendeckend zu installieren.

Ein Mitarbeiter des Ewz liest Verbraucherdaten auf seinem Laptop. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das «Smart Metering» macht den Stromverbrauch sichtbar und zeigt Potenziale zum Energiesparen auf. Keystone

Konventionelle Stromzähler addieren nur die Kilowattstunden. Sie unterscheiden nicht nach unterschiedlichen Zeiten und speichern auch keine Verbrauchsdaten. Anders die sogenannten «Intelligenten Zähler». Diese zeigen den Stromverbrauch im Tagesverlauf an. Die Daten können von den Kunden oder auch von Dritten abgerufen und ausgewertet werden.

Die Studie des Elektrizitätswerks Zürich (ewz) zeigt, dass der Stromverbrauch um täglich zwischen drei bis fünf Prozent geringer ausfiel, als dies ohne Smart-Meter-Anzeiger (SMA) der Fall gewesen wäre - und das ohne Einschränkung der Lebensqualität.

Markant war gemäss der Studie in den 1000 SMA-Haushalten die Reduktion des Stromverbrauchs in den Spitzenzeiten am Abend zwischen 20 und 21 Uhr. Laut der Studie bedeutet dies, dass die SMA den Umgang mit Elektrizität nachhaltig verändert.

Stadt Zürich: warten auf den Bund

Um solche Smart-Meter flächendeckend einführen zu können, brauche es Vorgaben des Bundes und einen Entscheid auf Gemeindeebene, hiess es an der Medienkonferenz. Bis ein solcher Entscheid vorliegt, will das ewz bei geeigneten Grossüberbauungen intelligente Stromzähler installieren, um praktische Erfahrungen mit konkreten Systemen zu sammeln. Mit diesen Systemen soll nicht nur der Strom, sondern der gesamte Energieverbrauch angezeigt werden.

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