Übergriffe schaffen Unsicherheit

Sexuelle Übergriffe in Köln, Belästigungen am Silvesterzauber in Zürich und eine versuchte Vergewaltigung in Uster. Diese Ereignisse schüren die Unsicherheit Vieler gegenüber Asylbewerbern. Die Polizei sieht trotzdem keinen Handlungsbedarf.

Polizei im Hauptbahnhof Zürich nach den Terroranschlägen von Paris. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Manchmal ist mehr Polizeipräsenz angesagt. Hier im Hauptbahnhof Zürich nach den Terroranschlägen in Paris. Keystone

Junge Männer, die sich zusammentun und Frauen sexuell belästigen. Auch Tage nach den Vorfällen in Köln ist die Verunsicherung in der Bevölkerung gross, und es steht die Frage im Raum, wie die Öffentlichkeit damit umgeht.

In Uster und Schlieren haben sich Politiker entschieden zu handeln. So patrouilliert in Uster die Polizei neu rund um die Asylunterkunft. Jörg Ganster, Leiter der Sicherheitsabteilung in Uster, begründet diese Massnahme mit der speziellen Situation in Uster. Dort wurde eine Frau im Wald beinahe vergewaltigt, und die Polizei hat danach einen abgewiesenen Asylbewerber verhaftet. «Wenn die Bevölkerung deshalb verunsichert ist, gehört es zum Auftrag der Polizei, Massnahmen zu ergreifen», begründet Ganster diesen Schritt.

In Schlieren denkt man darüber nach, ob der private Sicherheitsdienst, der bereits für die Asylunterkunft zuständig ist, nun auch rund um die Zivilschutzanlage patrouillieren soll. Dort werden neu bald auch Flüchtlinge beherbergt.

Keinen Handlungsbedarf

In anderen Gemeinden sieht man trotz dieser Vorfälle im Moment keinen Handlungsbedarf. Wie es auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» bei den Zürcher Polizeien heisst, seien keine zusätzlichen Kontrollen rund um die Asylunterkünfte geplant. «Wir sehen im Moment keinen Grund für mehr Kontrollen», so Peter Guhl von der Stadtpolizei Winterthur. So wie man aktuell Präsenz markiere, reiche.