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Die Initiative gegen die ZKB-Seilbahn ist zustande gekommen
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 20.11.2019.
abspielen. Laufzeit 00:35 Minuten.
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Umstrittenes «ZKB-Geschenk» Die Seilbahn über den Zürichsee kommt vors Volk

Die sogenannte «Besonnungs-Initiative» ist zustande gekommen. Damit entscheiden die Stadtzürcher über die ZKB-Seilbahn.

Die Zürcher Kantonalbank spricht von einem Geschenk an die Bevölkerung. Doch viele Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher wollen dieses Geschenk nicht. Die Meinungen zur Seilbahn über das Zürcher Seebecken sind gespalten. Nun entscheidet die Bevölkerung an der Urne, ob sie das «ZKB-Geschenk» annehmen will oder nicht.

Zur Abstimmung kommt es, weil die Initiative mit dem Namen «Besonnungs-Initiative» zustande gekommen ist. Über 3000 gültige Unterschriften seien eingereicht worden, teilt der Zürcher Stadtrat am Mittwoch mit. Die Initiative will verhindern, dass Bauprojekte das Zürcher Seebecken beschatten. Konkret richtet sie sich gegen die ZKB-Seilbahn.

In der gläsernen Gondel der Seilbahn sollen 24 Leute Platz finden.
Legende: Ob die Gondeln der ZKB-Seilbahn über den Zürichsee schweben, entscheidet das Volk. Keystone

Kritik von Anwohnern und Parlament

Hinter der Initiative steht Peter-Wolfgang von Matt aus Wollishofen. Er wehrt sich gegen riesige Bauprojekte in Seenähe, die einen grossen Schattenwurf verursachen und das Naherholungsgebiet damit entwerten. Nicht nur bei Anwohnern stösst das Projekt auf Kritik, auch das Zürcher Stadtparlament äusserte schon Zweifel. Die Seilbahn sei weder innovativ noch nachhaltig, sie schade Quartier und Landschaft, so die Meinung von linker und grüner Seite.

Fakten in der Übersicht

Thema
Information
Länge der Bahnstrecke
1303 Meter
Fahrzeit11 Minuten
FahrgeschwindigkeitMaximal 4.5 Meter pro Sekunde
Kabinenzahl18
Kabinenkapazität24 Personen
Technische Kapazität
Maximal 2000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung

Die Zürcher Kantonalbank plant zu ihrem 150-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr eine Seilbahn über das Zürcher Seebecken. Diese soll fünf Jahre lang die Blatterwiese und die Badi Mythenquai miteinander verbinden. Die zwei Seilbahnstützen ragen in Ufernähe fast 90 Meter in die Höhe. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 80 Millionen Franken.

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Dieter Strub  (STR)
    Typisch zürcher-zwinglianische Spassbremsen. Die Stadt Zürich kriegt es seit Jahren nicht auf die Reihe ein neues herausragendes architektonisches Werk zu erstellen.
    Liebe ZKB, baut doch die Luftseilbahn in Luzern. Nebst mindestens so toller Aussicht könnte man gleich noch das KKL des Stararchitekten Jean Nouvel besuchen. Notabene an einer umwerfenden Lage und akustisch etwas vom Feinsten was die Schweiz zu bieten hat.....Aber dafür, liebe Stadt-Zürcher, braucht es Visionen und etwas Mut!
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  • Kommentar von Ernst Joss  (Ernst Joss)
    Wer darf abstimmen? Selbstverständlich nur die Stadtzürcher. Dabei sind die Bewohner der Agglomeration genau so betroffen, wie die Stadtzürcher. Hier geht nicht einmal das Argument, die Stadtzürcher müssten es bezahlen. Uebrigens würde ich an viele Projekte gerne bezahlen, wenn ich den gegenüber Dietikon kleineren Zürcher Steuerfuss hätte.

    Man sieht hier einmal mehr, dass die recht zufälligen Zürcher Stadtgrenzen der heutigen Siedlungsentwicklung nicht entsprechen.
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    1. Antwort von Andreas Diethelm  (Okapi)
      Sie scheinen die direkte Demokratie nicht begriffen zu haben. Wenn Sie sich betroffen fühlen und die Kantonsverfassung ändern wollen, müssen Sie Unterschriften sammeln.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    In der Schweiz wird gebaut auf "Teufel komm raus". Da macht man auch nicht halt auf dem Zürisee. Anstatt dass wir mehr Sorge zur Natur tragen rennen viele neuen Trend nach. Die Wohlstandsgesellschaft kann es nicht lassen.
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