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Wahlen Stadt Zürich Claudia Nielsen: Die Spitalchefin mit «Zürischnurre»

Klein, aber oho. Gegen diese Beschreibung hätte Claudia Nielsen kaum etwas einzuwenden. Die SP-Stadträtin mit ausgeprägtem Zürcher Dialekt ist seit 2010 zuständig für das Gesundheits- und Umweltdepartement. Sie ist bekannt für ihre direkte, bisweilen kompromisslose Art.

Claudia Nielsen wurde 1962 in Südafrika geboren und ist in Thalwil, Rüschlikon und Wettswil aufgewachsen. Mit 21 Jahren zog sie in die Stadt Zürich, studierte an der Universität Zürich Volks- und Betriebswirtschaft und doktorierte zum Thema «Der Wert stadtnaher Wälder als Erholungsraum: eine ökonomische Analyse am Beispiel von Lugano». Später arbeitete sie als Parteisekretärin der SP Stadt Zürich, als selbständige Ökonomin und als Verwaltungsratspräsidentin der Alternativen Bank Schweiz.

Im Zürcher Gemeinderat hat sich Claudia Nielsen vor allem mit verkehrspolitischen Themen auseinander gesetzt, sass aber auch in den Kommissionen für Polizei, Tiefbau und Entsorgung. Nach der Wahl in den Stadtrat übernahm sie das Umwelt- und Gesundheitsdepartement. In letzter Zeit gab vor allem der Knatsch mit dem Kanton über das geplante, aber vorläufig gescheiterte gemeinsame Herzzentrum mit dem Universitätsspital zu reden. Aber auch den Verkehrsthemen hat Claudia Nielsen nicht abgeschworen: Sie setzt sich für die Ausdehnung der Tempo 30-Zonen in der Stadt ein, als Lärmschutzmassnahme.

Claudia Nielsen ist bekannt für ihre ausgeprägte «Zürischnurre», sie ist Single und wohnt in Zürich. In ihrer Freizeit wandert sie durch die Berge und sie «schaue den Balkonfeigen beim Wachsen zu und rieche meinen Kaffeebaum blühen», wie sie auf ihrer Webseite schreibt.

Politische Karriere

  • Nach eigenen Angaben seit der Mittelschule politisch interessiert und seit den 1980ern politisch engagiert.
  • 1993 - 1999 Parteisekretärin der SP der Stadt Zürich
  • 1994 - 2010 Mitglied des Zürcher Stadtparlaments
  • 2010 Wahl in den Zürcher Stadtrat, Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartementes

Fragen an Claudia Nielsen

Wenn ich in Zürich
ETWAS verhindern könnte, wäre das…
…,dass Flugzeuge Lärm machen oder dass im
Zürcher Winter Kälte und Hochnebel regieren. Da das nicht geht, möchte ich
wenigstens zu einfache, nicht praxistaugliche Ansätze verhindern. Wichtige
Entscheide sollen im Interesse der Sache getroffen werden.


Hier
darf auf keinen Fall gespart werden:



Zürich gewährleistet die Gesundheitsversorgung
für alle – die Stadt hat eine gut funktionierende Versorgungskette aufgebaut.
Im Interesse der ganzen Stadtbevölkerung werde ich alles daran setzen, diese zu
erhalten.
Bringen Sie folgende
Fortbewegungsmittel in eine für Sie schlüssige Reihenfolge: Töff, Velo, Auto,
zu Fuss, Tram / Bus.


Zuerst klar das Velo, sonst trifft man mich im Tram
oder im Bus. Für kurze Strecken und in der (gern gewanderten) Freizeit: zu
Fuss. Selten sieht man mich dank Car Sharing im Auto. Den Töff habe ich vor
vielen Jahren dem Ersatzteillager übergeben.
Meine merkwürdigste /
seltsamste Angewohnheit
Ich schwimme durchaus gerne gegen den Strom – so
gehe ich entgegen dem allgemeinen Trend zur übermüdeten Gesellschaft gerne
regelmässig früh genug zu Bett. Dies mit dem Vorteil, mich wach für Zürich
einsetzen zu können.


Welches
Tier fehlt im Zürcher Zoo?

Hier fallen mir spontan deren drei aus der
Märchen- und Fabelwelt ein: die eierlegende Wollmilchsau, der Goldesel oder Dr.
Dolittles Stossmich-Ziehdich. Aus der realen Welt würde ich die Giraffe wählen
– ihr Weitblick kann uns nur Vorbild sein.

Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Zürcher Stadtrat haben von der Regionalredaktion Zürich Schaffhausen einen Fragebogen zum Ausfüllen erhalten. Weiter haben wir sie nach Bildern aus ihrem Leben und Umfeld gefragt. Diese sind in der Bildergalerie publiziert, ebenso ihr politisches Profil mittels Smartspider.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Kunz, 8572 Berg
    Als geborener und überzeugter Basler kann ich nur sagen: Oh je! Gut dass die Zürcher in Zürich bleiben und dann noch Stolz darauf sind, solche Menschen in einer Regierung zu haben. Wenn ich solche Berichte lese, kommt mir das Grauen. Zum Glück bleiben solche heimische Ureinwohner in ihren angestammten Jagdgebieten.
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  • Kommentar von monika keller-müller, grabs
    nur schade, dass ich in Zürich nicht wählen kann. Sonst hättest, du Claudia, mindestens eine Stimme mehr - zusammen mit meiner Familie würde das dann aber schon ein paar Stimmen ergeben. Für "Klein aber oho" hätte ich doch noch eine Ergänzung; "Klein - aber trotzdem den Ueberblick". Viel Erfolg und Freude weiterhin bei deiner Arbeit.
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