Beat Meier: Der Grünliberale Stadtbauer mit der «Schnorregiige»

Beat Meier will erster Grünliberaler Stadtrat von Winterthur werden. Zweimal ist seine Partei mit diesem Vorhaben gescheitert, letztmals 2012. Energiewende und Klimaschutz liegen Meier am Herzen. Dabei geht er selbst mit gutem Beispiel voran: Er wohnt mit seiner Familie in einem Nullenergiehaus.

Beat Meier, geboren 1964, ist auf einem Bauernhof in Hohenrain (LU) aufgewachsen. Nach der Matura hat er an der ETH Zürich Agronomie und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitete mehrere Jahre in der öffentlichen Forschung. Vor zehn Jahren gründete er seine eigene Firma. Seither berät Beat Meier verschiedenste Unternehmen und Ämter in Energie- und Umweltfragen. Seit 2010 sitzt er für die Grünliberalen im Winterthurer Gemeinderat, und er ist deren Partei-Präsident.

Beat Meier legt Wert darauf, unabhängig vom links-rechts-Schema zu politisieren. Vor allem während der letzten Budgetdebatte paktierte er jedoch mit den Bürgerlichen und erarbeitete sich einen Ruf als unerbittlicher Sparer. Er stimmte auch dann für Kürzungen im Schuldepartement als der zuständige Stadtrat aufgezeigt hatte, er sehe keine andere Möglichkeit als das Geld für Schulreisen und Klassenlager zu streichen.

In seinen eigentlichen Fachgebieten, Energiewende und Umweltschutz, macht ihm niemand etwas vor, auch Gegner zollen ihm für sein enormes Fachwissen Respekt. Wasser predigen und Wein trinken ist nicht sein Ding: Er wohnt zusammen mit seiner Familie in einem aufwändig sanierten Nullenergiehaus. Er besitzt kein Auto und ist grundsätzlich per Velo oder im Zug unterwegs. Auch von Wahlversprechen hält Beat Meier nichts: Versprechen will er nur, dass er auch als Stadtrat hartnäckig und beharrlich bleibt und zum Beispiel genau prüft, wie realistisch Projekte sind. Für das Amt als Stadtrat würde er sein Beratungs-Unternehmen aufgeben.

Beat Meier lebt zusammen mit seiner Partnerin und seinem Sohn seit über 20 Jahren in Oberwinterthur. In seiner Freizeit fährt er Velo oder braut Bier mit Gerste aus dem eigenen Garten. Immer dabei: die «Schnorregiige» im Hosensack.

Fragen an Beat Meier

Wenn ich in Winterthur EINE Sache verhindern
könnte, wäre das…










Die
Entwicklung zur Schlafstadt. Wir haben viel zu wenig neue Arbeitsplätze,
wachsen viel schneller bei der Bevölkerung, und immer mehr Leute müssen wegpendeln.
Das ist ökologisch unsinnig und schmälert die Lebensqualität.





Hier darf auf keinen Fall (weiter) gespart
werden:













Bei den langfristigen
Investitionen: Energiewende, Langsamverkehr und ÖV, im Sozialen z.B.
Frühförderung und Integration.


Wie wird der Titel Ihrer Autobiografie
lauten?



«Stadtbauer:
Wer ernten will, muss säen»

Meine merkwürdigste /
seltsamste Angewohnheit










Immer
eine «Schnorregiige» im Sack.





Was fehlt Ihnen an/in Winterthur am
meisten?











Wie
bitte? Verstehe die Frage nicht – Winterthur hat alles!

Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Winterthurer Stadtrat haben von der Regionalredaktion Zürich Schaffhausen einen Fragebogen zum Ausfüllen erhalten. Weiter haben wir sie nach Bildern aus ihrem Leben und Umfeld gefragt. Diese sind in der Bildergalerie publiziert, ebenso ihr politisches Profil mittels Smartspider.