Zum Inhalt springen

Header

Audio
Zu lang für gewisse Haltestellen: Auf drei Tram-Linien in Zürich kann das neue Flexity nicht fahren
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 20.11.2019.
abspielen. Laufzeit 01:55 Minuten.
Inhalt

War es ein Fehlkauf? Das neue Flexity-Tram ist zu lang für einige Zürcher Haltestellen

Auf den Linien 5, 6 und 9 kommt das Zürcher Tram nicht zum Einsatz. Einige Haltestellen sind zu kurz für das Flexity.

Fast 43 Meter lang ist das neue Flexity-Tram, rund 280 Passagiere soll es dereinst durch Zürich befördern. Nur: Viele Haltestellen in der Stadt sind nicht für die Dimensionen des neuen Zürcher Trams ausgelegt. Auf mindestens drei Linien kann das Flexity im nächsten Jahr nicht verkehren.

Für diese Haltestellen ist das Flexity-Tram zu lang

Linie
Haltestelle
5
Kunsthaus
5
Toblerplatz
6Toblerplatz
9
Kunsthaus

Zu Problemen kommt es an den Haltestellen Kunsthaus und Toblerplatz, betroffen sind daher die Linien 5, 6 und 9. «Die Haltestelle Kunsthaus ist für ihre knappen Platzverhältnisse bekannt und für den Einsatz von Fahrzeugen mit einer Länge von knapp 43 Metern nicht ausgelegt», sagte VBZ-Mediensprecher Tobias Wälti gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dies trifft auch auf die Haltestelle Toberplatz zu. Dies bedeutet: Auch zum Zoo fährt daher kein Flexity-Tram.

Die Dimensionen des neuen Flexity-Trams

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
  • Länge: 42.86 Meter
  • Breite: 2.4 Meter
  • Höhe: 3.6 Meter
  • Anzahl Plätze: 279 (91 Sitzplätze, 188 Stehplätze)
  • Anzahl Türen: 8
  • Geschwindigkeit: max. 60 km/h

Vorerst andere Linien im Fokus

Von einem Fehlkauf wollen die VBZ aber nicht sprechen. Das neue Tram soll einfach auf anderen Linien zum Einsatz kommen, vorzugsweise auf jenen mit hohem Passagieraufkommen. «Im Busverkehr herrschen die gleichen Umstände», sagt VBZ-Sprecher Tobias Wälti. «Auf gewissen Linien kommen längere Busse, auf anderen Linien kürzere Busse zum Einsatz.»

Auf der Anzeige-Tafel des neuen Flexity-Trams steht: Flexity liebt Zürich.
Legende: Spätestens 2024 sind alle 70 Flexitys auf Zürichs Schienen unterwegs. Keystone

Erste Testfahrten mit dem Flexity-Tram finden im Dezember statt, die erste Kursfahrt ist im nächsten Sommer vorgesehen. Das Flexity soll das «Tram 2000» ersetzen. Bestellt haben die VBZ beim Hersteller Bombardier 70 Fahrzeuge. Die Lieferung sollte bis im Jahr 2024 abgeschlossen sein.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Remo Seiler  (Kujila)
    Wieso können die Ahnungslosen nicht langsam mal schweigen? Bombardier Produkte funktionieren nur in Amerika? Ja klar, deshalb fahren überall in Europa Lokomotiven, Strassenbahnen und Passagierzüge von Bombardier. Sie haben sich bei einer der brutalsten Ausschreibungen (FV-Dosto) übernommen (aber auch dort liegt die alleinige Schuld nicht bei Bombardier). Den Konzern als Billiganbieter oder als unqualifiziert zu bezeichnen ist aber fernab der Wahrheit. Setzt mal die Stadler-SVP Brille ab.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Ursprünglich hat Bombardier primär für den nordamerikanischen Markt produziert (verschiedene U-Bahn-Züge). Mit der Übernahme von Adtranz (vormals ABB Verkehrssysteme und weiteren) ist das Bahngeschäft international geworden. Tatsache ist, dass Lokomotiven immer noch in Oerlikon entwickelt werden.

      Tatsache ist aber auch, dass Bombardier an verschiedenen Orten Probleme mit Verzögerungen hat. Das betrifft jedoch nicht die Strassenbahn-Sparte, welche ein sehr erfolgreiches Produkt anbietet…
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Bei Bombardier kauft man eigentlich nichts,
    da alle Schienenfahrzeuge in der Schweiz Probleme verursachen. Ich bin fast sicher,
    dass die Produkte hauptsächlich für den amerikanischen und kanadischen Markt gebaut sind. Bei diesen beiden Staaten funktionieren die Fahrzeuge offensichtlich problemlos.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Bombardier ist seit der Übernahme von Adtranz ein weltweit agierender Rollmaterialhersteller geworden. Der Sitz der Eisenbahn-Sparte ist in Berlin (tönt sehr kanadisch, nicht wahr).

      Die Flexity-Produktfamilie ist eine der erfolgreichsten Strassenbahn-Produkte auf dem Weltmarkt,

      Eine der Ursachen für die Probleme ist sicherlich in der Entwicklung des C-Series-Flugzeugs zu suchen, welche den Konzern beinahe ruiniert hat. Mit der Abtretung dieser Sparte kann sich Bombardier wieder erholen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Silvio Spescha  (Silla)
    Was ist in der Stadt Zürich los? Das Gesundheitdepartement hat Probleme mit den zwei Stadtspitälern, deren Angestellten verunsichert sind. Die Autos hätten sie am liebsten aus der ganzen Stadt verbannt und in die Langstrasse nach 22Uhr in den Ausgang zu gehen ist bald lebensgefährlich. Die Osteuropäer haben die Kriminalität und Prostitution voll im Griff. Und bei der Planung der ÖV scheinen auch nicht die hellsten Ingenieure am Steuer zu sitzen und sollten halt mal die Traminseln vermessen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen