Palliative Care Was Kinder beim Sterben brauchen

Jedes Jahr sterben in der Schweiz rund 500 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das Kinderspital Zürich hat nun erstmals untersucht, wie diese unheilbar kranken Kinder in ihren letzten Wochen betreut werden und was ihnen diese Lebensphase noch weiter erleichtern könnte.

Eine eingebundene Kinderhand mit befestigtem Tropf Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Je mehr Wünsche der Kinder und ihrer Familien berücksichtigt werden können, umso besser unterstützt fühlen sie sich. Colourbox

Wie es Kindern geht, die sterben, darüber spricht niemand gerne. Dabei wäre genau dies so wichtig. Das ist eine der Kernaussagen einer Studie, die erstmals schweizweit systematisch untersucht hat, wie unheilbar kranke Kinder in ihren letzten Lebenswochen betreut werden.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Es braucht ein grösseres öffentliches Bewusstsein über die Pflege und Betreuung sterbenskranker Kinder
  • Es braucht bessere Strukturen, damit Kinder in ihren letzten Lebenswochen dort behandelt werden und sterben können, wo es ihnen und ihrer Familie am besten entspricht
  • Die Schweiz hat im internationalen Vergleich noch grossen Aufholbedarf, was geeignete Einrichtungen für die Palliativ-Pflege von Kindern betrifft
  • Nur wenn sich die Betroffenen gut aufgehoben fühlen, entsteht beim Pflegepersonal und anderen involvierten Fachleuten kein Gefühl der Überforderung

Die Studie entstand unter der Leitung des Kinderspitals Zürich. Es präsentierte die Ergebnisse an einer Nationalen Tagung zum Thema «Palliative Care für Kinder» – in der Absicht, damit einen Schritt zur Enttabuisierung zu machen.

(simd; Info3, 17:00 Uhr)