Weniger Schulreformen, aber mehr Tagesschulen

Silvia Steiner ist ruhig in ihr neues Amt als Zürcher Bildungsdirektorin gestartet. Sie vergleicht die Bildungsdirektion mit einem grossen Tanker, dessen Steuer man nicht herumreissen soll. Grundsätzlich will sie das Tempo der Schulreformen aber verlangsamen.

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Bildlegende: Silvia Steiner, neue Zürcher Regierungsrätin, fühlt sich in der Bildungsdirektion sehr wohl. Keystone

Nach 130 Tagen im Amt zieht Silvia Steiner (CVP), neue Zürcher Bildungsdirektorin, eine erste Bilanz. Viele Projekte seien aufgegleist und auf gutem Weg, wie beispielsweise die Standortsuche für zwei neue Kantonsschulen am linken und am rechten Zürichsee-Ufer. «Der Entscheid ist so gut wie gefallen», sagte Silvia Steiner gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Silvia Steiner will das Tempo bei den Reformen drosseln. Die Lehrpersonen sollen sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren, nämlich aufs Unterrichten. Bevor neue Reformen aufgegleist würden, müsse der Lehrpaln 21 vorerst sorgfältig umgesetzt und in der Schule integriert werden.

Förderung von Tagesschulen auf dem Land

Grossen Wert legt Bildungsdirektorin Siliva Steiner auf die Tagesschulen. «Tagesschulen bringen Konstanz in den Schullalltag. Ausserdem gewährleisten sie Vereinbarkeit von Beruf und Familie», sagte Silvia Steiner am Freitag vor den Medien. Sie will deshalb Gemeinden auf dem Land unterstützen, die Interesse an Tagesschulen haben. Allerdings sollen Tagesschulen freiwillig bleiben. Gemeinden sollen gefördert, aber nicht gezwungen werden, Tagesschulen anzubieten. Auch die Teilnahme der Schüler und Schülerinnen soll freiwillig bleiben.