Gegen das Lädeli-Sterben Wie die Egger ihren Buchladen retteten

20 Jahre lang gab es in Egg im Zürcher Oberland einen Buchladen. Dann musste er schliessen. Doch die Eggerinnen und Egger wollten nicht auf ihren Laden verzichten. Und gründeten eine Genossenschaft. Mit Erfolg.

Eine Buchhandlung mit schwarzen Gestellen voller farbiger Bücher, in der Mitte ein heller Holztisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Von regionalen Autoren über Kinderbücher bis zum Krimi: Die Buchhandlung bietet von allem etwas. zvg/www.buchzeichen.ch

Es riecht nach neuen Büchern und Kaffee, in der Buchhandlung «Buchzeichen» in Egg. Sessel und Kissen laden zum Verweilen ein. Und Kurt Pfister sagt zufrieden: «Es ist schön zu sehen, wie die Leute das Schmökern geniessen.»

Kurt Pfister ist einer der drei Initianten, welche die Buchhandlung im Herbst eröffnet haben. Nach 20 Jahren hatte die alte Buchhandlung schliessen müssen. Da gründeten die Bücherfreunde eine Genossenschaft. «Innerhalb von vier Wochen hatten wir 100'000 Franken zusammen», erzählt Kurt Pfister. Über 140 Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner sind unterdessen Genossenschafter.

«  Wir erhalten aus dem Dorf und der Region viel Unterstützung. »

Kurt Pfister
Initiant «Buchzeichen»

Und die Buchhandlung zieht auch Kundinnen und Kunden aus den benachbarten Dörfern an. Neben der gemütlichen Atmosphäre mit Café und Loungeecke bietet das «Buchzeichen» auch Veranstaltungen wie Vernissagen oder kürzlich eine Lesung mit Gruselgeschichten.

Die Kundinnen und Kunden schätzen dies. «Hier fühlt man sich wohl, das finde ich super», sagt eine Frau. Ein Kunde fügt hinzu: «Hier spürt man das Buch – anders als im Internet.» Und ein dritter meint schlicht: «Wir möchten die kleinen Buchläden unterstützen.»