Winterthur: Grünes Licht für Biorender

Die Winterthurer Stimmberechtigten sagen Ja zu einer vorübergehenden Gaspreiserhöhung für die Biorender AG. Ein Nein hätte wohl den Konkurs für die Biogasproduzentin bedeutet.

Fassade der Biogasproduzentin Biorender in Münchwilen im Thurgau Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Biorender hat ihren Sitz in Münchwilen. Mit freundlicher Unterstützung aus Winterthur geht der Betrieb nun weiter. zvg

Die Winterthurerinnen und Winterthurer haben am Sonntag entschieden, dass sie die Münchwiler Biogasproduzentin Biorender AG weiterhin subventionieren wollen. Sie sagen mit fast 57 Prozent Ja zu einer vorübergehenden Erhöhung der Preise für das Biogas aus Münchwilen. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp 51 Prozent.

Der zuständige Stadtrat Matthias Gfeller ist erleichtert. Er habe sich schon fast auf eine Niederlage eingestellt, sagte er nach der Abstimmung.

Die Erhöhung des Gaspreises soll dem Biogasproduzenten helfen, finanzielle Ausfälle zu überbrücken. Diese stehen im Zusammenhang mit Schwierigkeiten in der Gasproduktion. Derzeit kann erst rund die Hälfte des möglichen Volumens (rund 50 000 Kilowattstunden pro Tag) produziert werden.

Das Ja als Bestätigung für die Pionieranlage

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Reorganisation Fürsorgebehörde

Ja sagten die Winterthurer Stimmberechtigten auch zur zweiten Vorlage: Sie stimmten einer Reorganisation der Fürsorgebehörde mit gut 86 Prozent zu.

Die Stadt Winterthur ist mit drei Millionen Franken an der Firma beteiligt. Hätten die Winterthurer Nein gesagt, hätte das Unternehmen wohl Konkurs anmelden müssen. Markus Sägesser, Verwaltungsratspräsident von Biorender war dementsprechend erleichtert: «Das ist eine Genugtuung - eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass auch Pioniertaten durchaus Unterstützung finden», sagte er im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Stadtrat Matthias Gfeller verknüpfte das zusätzliche Geld mit Forderungen: «Biorender muss jetzt nachrüsten. Sie haben jetzt eine gesicherte Geldbasis bis Mitte 2014. Jetzt müssen die technischen Mängel behoben werden.» Eine Prognose, wann Biorender die Schwierigkeiten überwunden haben wird, will Gfeller allerdings nicht wagen.