Die Welt nach Trump Winterthurer Autozulieferer Autoneum muss Trump-Politik ausbaden

Erst im August hat der Autozulieferer Autoneum den Grundstein für eine neue Fabrik in Mexiko gelegt. Unter anderem weil dort Ford, sein wichtigster Kunde, ebenfalls ein Werk bauen wollte. Nun verzichtet Ford auf den Bau. Bei Autoneum reagiert man gelassen.

Firmengebäude von Autoneum in Winterthur Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Autoneum beschäftigt in Winterthur rund 200 Mitarbeiter. Weltweit sind es 12'000. Keystone

Vom Rückzug von Ford hat Autoneum aus den Medien erfahren. «Wie alle anderen», sagt dazu Sprecherin Anahid Rickmann. Ganz überraschend sei dies aber nicht gewesen. Immerhin habe Donald Trump bereits während des Wahlkampfes US-Firmen für deren Standorte im Ausland gerügt.

Vom Rückzug aus den Medien erfahren

An den Plänen von Autoneum soll dies nichts ändern, bestätigt Anahid Rickmann einen Artikel in der NZZ. Die neue Fabrik in San Luis Potosi werde planmässig hochgefahren. Eine Lücke entstehe nicht, auch wenn der Auftrag von Ford nicht dort ausgeführt werden könne: «Wir produzieren dort für deutsche, amerikanische und japanische Hersteller verschiedenste Produkte.» Selbst wenn Autoneum vom Rückzug Fords gewusst hätte, wäre die Fabrik laut Anahid Rickmann trotzdem gebaut worden.

Für die Zukunft sei Autoneum gut aufgestellt. Selbst wenn noch mehr Länder vermehrt in ihrer Heimat produzieren möchten. «Die Hersteller erwarten, dass man in ihrer Nähe produziert.» Diese Nähe kann Autoneum heute schon bieten, mit über 50 Standorten in rund 20 Ländern. Auch in den USA ist Autoneum an acht Standorten tätig.