«Wir haben alles gemacht, was wir können!»

Die grossen Krawalle sind am 1. Mai-Umzug 2016 in Zürich ausgeblieben. Dafür ist es bereits während des offiziellen Umzugs zu mehr Ausschreitungen und Sachbeschädigungen gekommen, als in den Jahren zuvor. Die Organisatoren betonen jedoch, dass sie für genügend Sicherheitsmassnahmen gesorgt hätten.

Farbschmierereien an einer Hauswand, auf der Mauer steht Polizei in grossen Buchstaben. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Chaoten haben 2016 bereits während des traditionellen 1. Mai-Umzugs für Sachbeschädigungen gesorgt. Keystone

Die Zürcher Stadtpolizei hat auch dieses Jahr die Nachdemonstration nach der offiziellen 1. Mai-Feier mit einem Grossaufgebot verhindert. Krawalle und massive Sachbeschädigungen blieben aus. Dafür haben die Chaoten während des offiziellen Umzugs für mehr Sachbeschädigungen gesorgt als in den Jahren zuvor.

Die Chaoten sorgten für kleinere Scharmützel und warfen Farbbeutel gegen Hauswände. Gemäss der Polizei verursachten sie einen Sachschaden in der Höhe von mehreren 10'000 Franken. Der Präsident des 1. Mai-Komitees, Luca Maggi, weist die Kritik zurück und dementiert auch die Einschätzung der Polizei, dass die Chaoten gewalttätiger aufgetreten seien.

«  Wir sind nicht die Polizei, die eine Eingangskontrolle macht - am 1. Mai dürfen alle mitmachen. »

Markus Bischoff
Präsident des Zürcher Gewerkschaftsbundes

Auch den Vorwurf, dass die Chaoten am Umzug überhaupt teilgenommen haben, liess Markus Bischoff, Präsident des Gewerkschaftsbundes des Kantons Zürich, nicht gelten. Es sei nicht seine Aufgabe, Verbote zu erteilen.

Auch die Beobachtungen von Journalisten, dass der Sicherheitsdienst des Gewerkschaftsbundes und des 1. Mai-Komitees den Umzug überall gut bewachte, ausser bei den Chaoten, kann Markus Bischoff nicht nachvollziehen. Er betonte, dass die Organisatoren des 1. Mai-Umzuges alles für die Sicherheit gemacht und zudem gut mit der Polizei zusammengearbeitet haben.