«Wir können ihm keine Champagner-Flasche über den Kopf schlagen»

Der Platzhirsch im Schaffhauser Munotgraben heisst traditionellerweise gleich wie der amtierende Stadtpräsident. Bisher wurden die Hirsche nach Neuwahlen ausgetauscht, nun hat Schaffhausen den Chef im Graben erstmals in einer Zeremonie umgetauft.

Hirsch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Thomas heisst jetzt Peter. Kümmern tut ihn das offensichtlich nicht sonderlich. SRF

Seit heute heisst der Platzhirsch im Schaffhauser Munotgraben offiziell Peter und nicht mehr Thomas. Denn die Stadt regiert seit Anfang Jahr nicht mehr Thomas Feurer, sondern Peter Neukomm. Auf vielseitigen Wunsch der Bevölkerung hat die Stadt den Chef-Hirsch zum ersten Mal umgetauft – und nicht weggegeben oder gar zu Schnitzel verarbeitet.

Drei Bläser der Jagdhorngruppe Munot bliesen zur Feier ihre Hörner, Namenspate Peter Neukomm hielt eine kurze Rede. Munotwächter und Hirschwärter Christian Beck musste allerdings auf einen leeren Munotgraben zeigen. Der Hirsch selbst liess sich bei der Zeremonie zunächst nicht blicken.

Auf Geheiss von André Moritz von der Forstverwaltung stiess die anwesende Medien- und Politschar mit Weisswein auf den Täufling an: «Wir können ihm ja nicht wie bei einem Schiff eine Champagner-Flasche über den Kopf schlagen.»

(marn; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)