«Yaks, Yetis, Yogis» - Tibet im Comic im Museum Rietberg

Tibet muss immer wieder mal herhalten für westliche Fantasien. Auch Comics sind von der magischen Aura Tibets inspiriert und zeichnen ein Land voller Klischees und Absurditäten. In der Ausstellung kann der Besucher in über 80 Comics stöbern und dabei sein eigenes Tibet-Bild hinterfragen.

Titelbild eines Supergirl-Comics, das Supergirl im Kampf mit einem Yeti zeigt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Tibet haust der Yeti - das populäre Klischee taucht in vielen Comics auf. ZVG

Dagobert Duck hatte schon Abenteuer in Tibet zu bestehen, Buffy, die Dämonenjägerin und natürlich Tim und Struppi. Die Ausstellung im Museum Rietberg geht der Frage nach, weshalb Tibet offenbar die perfekte Kulisse ist, um Comic-Helden auftreten zu lassen.

Schon seit langem gelte Tibet als Hort eines geheimen Wissens, als Ort, in dem magisches Wissen noch aktiv sei, erklärt die Kuratorin der Ausstellung, Alexandra von Przychowski gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen». Sie sieht die Comics der letzten 60 Jahre als eine Art Zeitspiegel. «Die Sehnsüchte und Ängste der Menschen benutzen dabei Tibet als Projektionsfläche.»

Mehr als nur ein Lesevergnügen

Die über 80 Comics sind alle von Texten begleitet, die einerseits eine kurze Einführung zum Thema liefern, andererseits aber auch den Hintergrund des Comics beleuchten. In den Comics lässt sich deswegen nicht nur sehr gut stöbern, sie offenbaren den Besuchern auch viel über deren eigene Vorstellungen von Tibet.