Zürcher Kantonalbank will mehr Geld - Finanzdirektorin lehnt ab

Mit einer Gesetzesrevision will die ZKB ihr Dotationskapital auf 4,5 Milliarden Franken erhöhen. Finanzdirektorin Ursula Gut hält nichts von dieser Forderung.

Das Logo der Zürcher Kantonalbank ZKB am Swiss Prime Tower. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Als Gründe für die Gesetzesänderungen gibt die ZKB die verschärften Eigenmittel-Vorschriften an. Keystone

Die Zürcher Kantonalbank will ihre Reserven aufstocken. Dies soll über das sogenannte Dotationskapital geschehen, das vom Kanton Zürich gestellt wird. Statt wie bisher 2,5 Milliarden Franken soll das Dotationskapital neu 4,5 Milliarden betragen. Gründe seien die verschärften Eigenmittel-Vorschriften. Als Gegenleistung zeigt sich die ZKB bereit, jährlich 20 Millionen Franken für die Staatsgarantie zu zahlen.

Zu diesem Zweck hat die ZKB dem Kantonsrat den Antrag für eine Teilrevision des Kantonalbankengesetzes gestellt. Die Teilrevision sei zwingend, schreibt die Bank, da das Gesetz seit 1997 nicht mehr revidiert worden sei. Seither habe sich die Bankenwelt fundamental verändert.

Finanzdirektorin lehnt ab

Die Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut wurde laut eigenen Angaben erst sehr rudimentär über die Forderungen der ZKB informiert. Sie anerkenne, dass die Vorgaben des Bundes eine Herausforderung für die Bank seien, erklärt Gut gegenüber dem "Regionaljournal": "Aber die Idee, die Erhöhung der Eigenmittel über eine Aufstockung des Dotationskapitals zu erreichen, lehne ich ab."

Die bestehende Dotationskapitalsreserve sei noch nicht ausgeschöpft, so Gut weiter. Es gebe dort noch 575 Millionen Franken, auf die die ZKB zurückgreifen könne. Weiter wollte sich Gut nicht zu den Forderungen äussern.

Mehr Lohn für Bankräte

Weiter fordert die ZKB höhere Entschädigungen für die Bankräte. Die Erhöhung solle "moderat" ausfallen. Die Zürcher Kantonalbank liege mit den neuen Entschädigungsansätzen immer noch deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Mitbewerber.