Zürcher Kantonspolizei baut fixe Radaranlagen ab

Die Zürcher Regierung setzt vermehrt auf mobile oder sogenannt halb-stationäre Radargeräte. Stationäre Radarkästen gibt es ab 2015 nur noch deren drei. Geschwindigkeitskontrollen über einen längeren Abschnitt sind hingegen nicht mehr geplant.

Ein fest installiertes Radargerät und ein rotes Auto. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Fest installierte Radargeräte sind in Zürich ein Auslaufmodell. Keystone

Die Kantonspolizei Zürich will im nächsten Jahr vor allem mit sogenannt halbstationären Radaranlagen Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Aktuell sind acht Geräte im Einsatz, im nächsten Jahr sollen es zwölf sein. Dies schreibt der Zürcher Regierungsrat in einer Antwort auf eine Anfrage der SVP. Mit diesen Geräten könne schneller und flexibler auf sicherheitsrelevante Entwicklungen sowie auf Anliegen von Behörden und Gemeinden reagiert werden.

Abgebaut werden hingegen die fix installierten Radarkästen. Aktuell gibt es aktuell 13 Stück. 10 davon haben bis Ende Jahr ausgedient. Zählt man auch die mobilen Messgeräte sowie die Blitzkasten an Rotlichtanlagen hinzu, verfügt die Zürcher Kantonspolizei im kommenden Jahr noch über 30 Radaranlagen. 2010 betrieb der Kanton noch 37 Anlagen.

Keine Abschnittskontrollen

Ganz verzichten will die Zürcher Regierung auf Abschnittsgeschwindigkeits-kontrollen. Diese überwachen nicht wie herkömmliche Geräte das Tempo an einem einzelnen Punkt. Vielmehr wird die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge über einen längeren Abschnitt gemessen. Die Anlage erfasst die Fahrzeuge bei der Ein- und Ausfahrt und errechnet in kürzester Zeit das Tempo - nötigenfalls wird danach geblitzt.