Zürcher Kantonsrat im Ausnahmezustand

Am Montag startet die grosse Richtplandebatte im Parlament. 13 Sitzungen zu je vier Stunden sind eingeplant. Diese müssen reichen, um die 260 Änderungsanträge zu diskutieren. Es ist die erste Gesamtrevision des kantonalen Richtplans seit 1995.

Kartenausschnitt und Titelbild der Richtplanunterlagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Berge von Papier wurden im Vorfeld der Ratsdebatte verschickt. SRF

Nicht nur inhaltlich fordert die Richtplandebatte, sondern auch logistisch. Im Ratssaal wurden in den letzten Tagen Scheinwerfer installiert, die den altehrwürdigen Kronleuchter unterstützen sollen. Zudem wurden vier Grossleinwände aufgehängt. Auf diesen werden dann die einzelnen Anträge auf der Richtplankarte projiziert.

Und davon gibt es einige: Rund 260 Änderungseinträge wurden gestellt, einige davon sind chancenlos. Trotzdem dürften sich die Diskussionen darüber in die Länge ziehen.

Beispielsweise wollen die Grünen im Rahmen dieser Richtplandebatte vor allem ihre Kulturland-Initiative umgesetzt sehen. Und die Bürgerlichen geben bei den Strassenprojekten Vollgas. Die Linken haben so einige davon in der vorberatenden Kommission gestrichen.

Kiloweise Papier

Insgesamt haben zwei Kommissionen während eineinhalb Jahren die Richtplandebatte vorbereitet. Wie der Leiter der Parlamentsdienste gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erklärte, wurden dabei an die 900 Anträge und Vorschläge beraten und behandelt. Allein die Protokolle aus diesen Sitzungen erstrecken sich über 830 Seiten.

Für die Richtplandebatte selbst wurde dann «nur» noch ein Papierberg von 2,542 Kilogramm verschickt.