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Legende: Audio Die grüne Welle und ihre Folgen: Die Runde der Parteipräsidentinnen abspielen. Laufzeit 33:58 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 24.03.2019.
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Zürcher Kantonsratswahlen Linker, grüner, weiblicher: das neue Zürcher Parlament

Im Zürcher Parlament kommt es zu grösseren Verschiebungen. Die Bürgerlichen verlieren ihre Mehrheit.

  • Grünliberale und Grüne gewinnen im Kantonsparlament je 9 Sitze dazu.
  • Das bürgerliche Bündnis aus SVP, FDP und CVP büsst 12 Sitze ein, allein die SVP verliert 9 Sitze.
  • Die BDP scheidet aus dem Parlament aus, die EDU verliert die Fraktionsstärke.
  • Insgesamt rückt das Parlament nach links und wird klar umweltbewusster.
Legende:
Neue Sitzverteilung im Zürcher Kantonsrat Das Parlament zählt 180 Sitze Statistisches Amt Kanton Zürich

GLP und Grüne profitieren bei den Zürcher Kantonsratswahlen von der aktuellen Klimadiskussion: Die Grünliberalen legen um 9 Sitze zu, die Grünen ebenfalls um 9. Grosse Verliererin ist die SVP, die den grössten Sitzverlust seit Jahrzehnten hinnehmen muss, nämlich minus 9 Sitze.

SVP-Kantonalpräsident Konrad Langhart erklärt die herbe Niederlage seiner Partei mit der Themensetzung im Wahlkampf: «Es ist offensichtlich, dass das grüne Lager mit der ganzen Klima-Debatte besser mobilisieren konnte und unsere Themen in den Hintergrund traten.» Man werde das Resultat kommende Woche gemeinsam mit der SVP Schweiz analysieren und die nötigen Schlüsse daraus ziehen.

Legende: Video SVP-Präsident Langhart: «Unsere Themen haben nicht mobilisiert» abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.03.2019.

Für Corina Gredig, Co-Präsidentin der Grünliberalen, sind die Wahlresultate ein Grund zur Freude. Die Klimadiskussion und die Haltung der GLP zu Europa hätten zu diesem grossen Erfolg beigetragen, sagte sie.

Auch die Alternative Liste legt zu. Sie gewinnt einen Sitz und verteidigt mit neu 6 Mandaten die bei den letzten Wahlen erstmals erreichte Fraktionsstärke.

Legende: Video Korrespondent Hutmacher: «Es wird neue spannende Koalitionen geben» abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.03.2019.

BDP fliegt aus dem Kantonsrat

Die BDP ist neu gar nicht mehr im Kantonsparlament vertreten. Entsprechend enttäuscht ist Fraktionspräsident Marcel Lenggenhager: «Wir wären gerne weiter für den Kanton Zürich dagewesen.» Man kenne vielleicht die BDP, aber nicht ihre Personen. Wenn aber an der Basis und in den Gemeinden wieder mehr geleistet werde, sei es möglich, dass man in vier Jahren die Fünf-Prozent-Hürde wieder schaffe, hofft Lenggenhager.

Legende: Video Marcel Lenggenhager, Fraktionspräsident BDP, zum Sitzverlust abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus News-Clip vom 24.03.2019.

SVP, FDP, EDU und CVP kommen zusammen auf noch 86 Sitze und verlieren die bürgerliche Mehrheit im 180-köpfigen Parlament. Die Mitte, die nach dem Ausscheiden der BDP nur noch aus GLP und EVP besteht, wird gestärkt und dürfte im neu zusammengesetzten Parlament in vielen Fragen wieder das Zünglein an der Waage spielen.

Legende:
Gewinne und Verluste bei den Kantonsratswahlen in Prozent Statistisches Amt Kanton Zürich

Umweltthemen werden es in Zukunft im Kantonsparlament klar leichter haben: Grüne und Grünliberale erreichen zusammen mit den tendenziell grün abstimmenden Linksparteien SP und AL und der ebenfalls grün stimmenden Mittepartei EVP eine Mehrheit von 94 Mandaten.

Im neuen Parlament zugelegt haben auch die Frauen: Sie besetzen neu 71 Sitze. Der neue Frauenanteil beträgt 39.4 Prozent. Vor vier Jahren war es erst ein Drittel. Am meisten Frauen in der Fraktion zählt – wenig überraschend – die SP mit 20 Parlamentarierinnen.

Legende: Video Überblick über die Wahlen abspielen. Laufzeit 19:09 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 24.03.2019.
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73 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schlemihl Wrobel  (Peter Schlemihl Wrobel)
    Die Grünliberalen sind die einzige Partei, die sich für Klimaschutz und für eine offene Europapolitik (siehe Rahmenabkommen) einsetzt. Deshalb wird die GLP auch bei den nationalen Wahlen zulegen.
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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Wenn die EVP mitmacht, könnten es 92 von 180 Stimmen für Umweltschutz und Soziales sein im Kantonsrat. Das lässt hoffen. Danke, Zürcher Wahlvolk!
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  • Kommentar von Edi Steinlin  (Chäsli)
    Was sich unser Fernsehen am letzten Mittwoch in der Rundschau erlaubt hat, mehr als eine halbe Stunde wurde die grünliberale Nationalrätin Tiana Angelina Moser hochgelobt. Hätte man das mit einer FDPler/in oder SVPler/in auch gemacht ? Ob ihr Lebenspartner Matthias Aebischer, seine Ex-Kollegen vom Fernsehen, zu dieser Rundschau animiert hat, weiss ich nicht, es liegt aber nahe ?
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