Zürcher Lehrwerkstätte kämpft um ihr Überleben

Mehr als 40 angehende Schreiner und Möbelschreiner erlernen in der Lehrlingswerkstatt Zürich ihr Handwerk. Nun möchte der Regierungsrat die Ausgaben für diese Lehrlingsausbildung streichen. Die Werkstatt wehrt sich.

Noch sind die Werkbänke der Lehrlingswerkstätte Zürich in Betrieb. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Noch sind die Werkbänke der Lehrlingswerkstätte Zürich in Betrieb. zvg

Vor drei Wochen präsentierte der Zürcher Regierungsrat seine Sparpläne. Um insgesamt zwei Milliarden Franken soll das Budget des Kantons gekürzt werden.

Opfer der Sparübung soll auch der Beitrag an die Lehrlingswerkstätte für Möbelschreiner LWZ werden. Seit 1888 bildet sie schon Schreiner und Möbelschreiner aus. Im Gegensatz zur Berufsschule, welche für den theoretischen Teil der Ausbildung zuständig ist, geht es bei der LWZ um den praktischen Teil. Die Regierung möchte diesen Teil der Ausbildung ganz an die privaten Betriebe auslagern.

Die LWZ will jedoch nicht kampflos auf ihren Beitrag verzichten. Mit einem Brief an die Vereinsmitglieder versucht sie Druck, auf die Politiker aufzusetzen. Die LWZ hofft, dass der Kantonsrat den Kürzungsantrag des Regierungsrates aufhebt.