Zürcher Kantonsparlament Zürcher Lehrwerkstätten: Das Ende kommt langsamer

Der Zürcher Regierungsrat will zwei Lehrwerkstätten schliessen um Geld zu sparen. Der Vorschlag führte zu Protesten. Der Kantonsrat gewährt ihnen nun ein Jahr mehr, damit sie eine Anschlusslösung finden können.

Ein Lehrling arbeitet unter Anleitung eines Lehrmeisters mit einer Kreissäge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Lehrwerkstätte für Möbelschreiner an der Baugewerblichen Berufsschule ist dem Zürcher Regierungsrat zu teuer. Keystone

In der Lehrwerkstätte der Baugewerblichen Berufsschule Zürich werden zur Zeit 44 Möbelschreinerinnen und Schreiner ausgebildet. In den drei Lehrateliers an der Berufsfachschule Winterthur lernen 45 junge Leute die Gestaltung von Damenbekleidung. Der Zürcher Regierungsrat will sich aus der Finanzierung dieser Lehrwerkstätten zurückziehen und damit jährlich 3,5 Millionen Franken sparen.

Die Argumente des Regierungsrates

  • Lehrwerkstätten sind überflüssig.
  • Lehrwerkstätten konkurrenzieren das Ausbildungsangebot in den Betrieben.
  • Lehrwerkstätten sind zu teurer.

Ein Jahr Gnadenfrist

Der Zürcher Kantonsrat ist den Argumenten der Regierung gefolgt, gewährt den Lehrwerkstätten aber ein Jahr mehr, um einer andere Finanzierung zu finden. SP, AL und Grüne wollten auf den Vorschlag nicht eintreten und die Einrichtungen weiter betreiben. Ihr Antrag wurde vom Parlament mit 126 zu 53 Stimmen abgelehnt.