Zürcher Polizei unterbindet 1. Mai-Nachdemo

Rund 100 Personen haben sich nach dem offiziellen 1. Mai-Umzug auf dem Helvetiaplatz versammelt. Mit einem Grossaufgebot hat die Stadtpolizei Zürich jedoch eine Nachdemo verhindert.

1.Mai-Nachdemo im Keim erstickt: Die Zürcher Polizei kesselt am Helvetiaplatz rund 80 Linksautonome ein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 1.Mai-Nachdemo im Keim erstickt: Die Zürcher Polizei kesselt am Helvetiaplatz rund 80 Linksautonome ein. Keystone

Abseits der 1.-Mai-Feierlichkeiten versammelten sich wie in den vergangenen Jahren rund 100 Personen auf dem Helvetiaplatz. Die Polizei war am Nachmittag mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Sie sperrte sämtliche Strassen und Wege rund um den Platz ab und verhinderte so, dass sich die Gruppe in Richtung Langstrasse in Bewegung setzen konnte. Kurz vor 16 Uhr rückte die Polizei schliesslich näher und kesselte die Anwesenden auf dem Platz ein.

Die Eingekesselten werden von der Polizei einzeln kontrolliert und anschliessend vom Ort weg gewiesen, sagte Werner Schaub, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich gegenüber Radio SRF. Das Ziel von Stadt- und Kantonspolizei sei es gewesen, eine mögliche Nachdemonstration sowie weitere Sachbeschädigungen zu verhindern. Rund zehn Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Stimmung angespannter als in Vorjahren

Der offizielle 1. Mai-Umzug der Gewerkschaften in Zürich war am Sonntagvormittag traditionell auch von linksautonomen Gruppierungen begleitet worden. Die Stimmung war angespannter als in den vergangenen Jahren.

Unter den etwa 10'000 friedlichen Umzugsteilnehmenden befanden sich gegen 300 Personen aus der linksautonomen Szene, wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Stadt- und der Kantonspolizei Zürich heisst. Aus deren Reihen wurden immer wieder Rauchpetarden und Knallkörper gezündet, Farbbeutel geworfen und Scheiben besprayt. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf mehrere zehntausend Franken.

Bereits zu Beginn der Kundgebung am Morgen hatte die Gruppierung die sofortige Freilassung der neun Personen gefordert, die am Freitagabend verhaftet worden waren. Rund 60 Personen aus der linksautonomen Szene hatten vor zwei Tagen mehrere Container und ein Auto angezündet sowie diverse Scheiben eingeschlagen.