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Zürcher Regierungsratswahlen Die Grünen wollen mit Kantonsrat Martin Neukom in die Regierung

2015 wurde Regierungsrat Martin Graf abgewählt. Mit Martin Neukom wollen die Grünen zurück in die Zürcher Regierung.

Nach der Absage der Nationalräte Bastien Girod und Balthasar Glättli wurde sein Name im Zusammenhang mit einer Regierungsratskandidatur oft genannt. Nun ist es offiziell: Kantonsrat Martin Neukom aus Winterthur soll die Grünen nach der Abwahl von Martin Graf 2015 zurück in die Zürcher Regierung bringen. Definitiv nominiert wird der erst 32-Jährige an der Mitgliederversammlung am 23. August im Zürcher Volkshaus.

Zur Person

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Martin Neukom betreibt seit seinem 19. Altersjahr Politik. Den Einstieg fand er bei den Jungen Grünen Winterthur. Von 2008 bis 2012 präsidierte er die Jungen Grünen Schweiz und setzte sich stark für die Offroader-Initiative ein.

2014 rutschte Martin Neukom als Nachfolger von Martin Geilinger in den Zürcher Kantonsrat nach, wo er auch heute noch politisiert. Er ist Mitglied der Kommission für Bau und Planung.

Seine politischen Schwerpunkte sind die Klima- und Energiepolitik, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr.

Der streitfreudige, aber sachliche Vermittler

Neukom sei bei allen Themen fachkundig, für die das Grüne Herz schlage, schreiben die Grünen am Mittwoch. Als Experte im Bereich Klima und Energie bringe er das fachliche Rüstzeug mit, um den Kanton Zürich auf Klimakurs zu bringen. «Die Frage des Klimawandels ist die entscheidende Frage der heutigen Zeit. Wenn wir Massnahmen ergreifen gegen den Klimawandel, kommt dies günstiger, als wenn wir nichts tun und die Folgen tragen müssen», wird Neukom in der Mitteilung zitiert.

Seit nunmehr vier Jahren politisiert Martin Neukom im Zürcher Kantonsrat. Die Grünen umschreiben ihn als kompetenten Politiker, mit dem man leidenschaftlich streiten könne, der aber immer sachlich und in der Lage sei, Kompromisse zu erreichen.

Zwei Sitze werden frei

Der erste Wahlgang für die Regierungsratswahlen findet am 24. März 2019 statt. In der siebenköpfigen Zürcher Regierung werden zwei Sitze frei – Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger von der FDP und SVP-Baudirektor Markus Kägi treten nicht mehr an.

SVP und FDP wollen die frei werdenden Sitze verteidigen. Aber auch Grüne, Grünliberale und EDU haben angekündigt, einen Angriff auf einen Regierungsratssitz zu wagen.

Sie alle wollen in den Zürcher Regierungsrat

Partei
Mögliche Kandidatinnen, mögliche Kandidaten
SVPNationalrätin Natalie Rickli, Klotener Stadtrat Kurt Hottinger
FDPKantonsrat Martin Farner, Kantonsrat Jörg Kündig, Kantonsrat Thomas Vogel
GrüneKantonsrat Martin Neukom
GrünliberaleKantonsrat Jörg Mäder, Kantonsrat Cyrill von Planta, Kantonsrat Christoph Ziegler
EDUKantonsrat Hans Egli

Die Parteien werden in den kommenden Wochen an ihren Versammlungen die offiziellen Nominationen vornehmen.

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP), Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP), Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP), Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) und Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) streben eine weitere Legislatur an.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Immer wieder lustig zu lesen, wie Parteien ihre eigenen Kandidaten nichtssagend anpreisen. Bin auch für weniger Autoverkehr, allerdings wäre keine Nettoeinwanderung mehr das beste Mittel, dann entfielen andere Massnahmen oder es könnten weniger drastische getroffen werden. Nur mit dem Bau von Velowegen löst man die Folgen der Einwanderung halt nicht.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (Chäsli)
    Neukom ist ein leidenschaftlich linker und grüner Politiker, von ihm dürfen wir teureren Strom, teureres Oel und Benzin erwarten, sowie Gebühren für das Befahren von Städten, usw. Zusammengefasst ein Politiker am äussersten linken Rand.
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    1. Antwort von Jürg Brauchli (Rondra)
      @Steinlin: Er wird sicher dafür sorgen, dass die unnützen Riesenreklametafeln in der Nacht abgeschaltet und die Deppen mit ihren manipulierten Auspuffanlagen aus dem Verkehr gezogen werden. Oder vielleicht doch nicht?
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