Frostschäden Zürcher Weinbauern befürchten bis zu 50 Prozent Ernteausfall

Die Frostnächte im April dürften alleine im Kanton Zürich einen Schaden von rund 20 Millionen Franken angerichtet haben.

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Bildlegende: Grün ist die Hoffnung: Nach dem Frost treiben an den Reben ein paar wenige grüne Blätter. zvg/Hans-Walter Gysel

Die Weinbauern haben ihre Reben im April mit Kerzen und Wasser vor dem Frost zu schützen versucht, trotzdem sind 80 Prozent der Knospen erfroren, sagt der Schaffhauser Weinbaukommissär Markus Leumann.

Für den Kanton Schaffhausen zieht er folgende vorläufige Schadenbilanz:

  • In Schaffhausen sind 80 Prozent der Hauptknospen erfroren.
  • Es gibt grosse Unterschiede – auch innerhalb eines einzigen Rebbergs.
  • Einzelne Betriebe stehen vor dem Aus.

Im Kanton Zürich ist die Situation ähnlich. Rolf Schenk, Präsident des Verbandes der Zürcher Weinbauern, bilanziert:

  • Im Kanton Zürich ist mit 40-50 Prozent Ausfall zu rechnen.
  • Der Schaden beträgt rund 20 Millionen Franken.
  • Getroffen hat es vor allem das Stammertal und die Goldküste.

Trotz der grossen Ausfälle sind die Weinbauern zuversichtlich, dass aus den Nebenaugen noch Triebe wachsen. Bis Ende Juni hätten diese noch Zeit zu blühen. Dann könne eine definitive Schadenbilanz gezogen werden.

Was die Weinbauern gegen den Frost tun können

Eine «Überkronenberegnung» installieren:
eine aufwändige und teure Massnahme, um die Reben zu berieseln und so zu schützen.

Für die weitere Zukunft:
Rebsorten und Lage der Rebberge den Klimabedingungen anpassen.