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Zürich, Uster oder Winterthur? Wo Sozialhilfebezüger eine Ausnahme sind

In den Schweizer Städten steigt die Zahl der Sozialhilfefälle. Sehr wenig Sozialhilfebezüger gibt es in Uster.

Ein einer Betonwand ist das Wappen von Uster aufgemalt.
Legende: Belegt einen Spitzenplatz: Die Stadt Uster weist sehr wenige Sozialhilfefälle aus. Keystone

Die Stadt Uster belegt einen Spitzenplatz. Gemäss einem Bericht der Berner Fachhochschule weist die Stadt im Zürcher Oberland die tiefste Sozialhilfequote von 14 untersuchten Schweizer Städten aus.

Sozialhilfequote 2016 in der Region Zürich Schaffhausen

Stadt
Sozialhilfequote
Uster1,6 Prozent
Wädenswil2,6 Prozent
Schaffhausen
3,3 Prozent
Zürich4,6 Prozent
Schlieren5 Prozent
Winterthur5,5 Prozent

Schweizweit die höchste Sozialhilfequote weist die Stadt Biel aus - mit 11,8 Prozent. Generell ist die Zahl der Sozialhilfefälle im letzten Jahr um 5,2 Prozent gestiegen.

Alleinerziehende und Ausländer

Ein hohes Armutsrisiko weisen Alleinerziehende aus - vier von fünf alleinerziehende Mütter unter 25 Jahren beziehen Sozialhilfe, heisst es im Kennzahlenbericht Sozialhilfe.

Ebenso gestiegen ist das Sozialhilferisiko der ausländischen Bevölkerung. Laut der Städteinitiative werden zunehmend Personen aus aussereuropäischen Ländern unterstützt. Als wesentlichen Ansatzpunkt betrachtet die Städteinitiative Sozialpolitik hier, dass im Flüchtlingsbereich Integrationsmassnahmen möglichst früh eingesetzt und durch den Bund finanziert werden.

Hohe Arbeitslosigkeit in Schlieren

Nicht nur die Zahl der Sozialhilfebeziehenden steigt, auch die Arbeitslosigkeit nahm in fast allen Städten zu, besonders stark in Schlieren und Winterthur.

Angaben zur Studie

Die Fachhochschule Bern und die Städteinitiative Sozialpolitik haben 14 Schweizer Städte untersucht. Die Städte seien wesentliche Akteure in der Sozialhilfe und funktionierten als Frühwarnsysteme für gesellschaftliche Veränderungen, steht in der Mitteilung. In den untersuchten Städten lebt rund ein Viertel aller Sozialhilfebeziehenden der Schweiz.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von H. Svec (H.S.)
    Im TV werden immer wieder Wohnungen von Sozial-Berechtigten gezeigt, mit modernster Küche, viel Platz, neuwertigem Ausbau, allerlei Elektronik und eleganter Einrichtung. Beklagt wird kein Mangel, sondern lediglich, dass man nicht "dazugehört". Werktätige im Niedriglohnsektor können auch nicht am "gesellschaftlichen Leben" teilnehmen und müssen erst noch arbeiten. Sozialhilfe war mal zum Überleben gedacht, heute erwartet man offenbar aller Ernstes ein Leben wie ein Privilegierter.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Es ist längst kein Geheimnis, dass sich viele Sozialhilfebezüger in den Städten und Grossagglomerationen viel anonymer (verstecken) aufhalten können, als in einer kleinen Landsgemeinde! Solange die einzelnen Bezüger nicht genauer überprüft und kontrolliert werden, sind Missbräuche und falsche "Hängematten" leicht auszunützen!
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    1. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      Herr Bolliger ausgerechnet Sie geben einen solchen Kommentar ab, wo der Hassprediger von Nidau BE über Jahre, Sozialhilfe für die ganze Familie bezogen hat und zu guter Letzt noch vorzeitig AHV- Vorbezug inkl EL beziehen darf, da kann ich nur sagen so schön möchte ich es auch haben, ich beziehe seit 1.11.2017 die ordentliche AHV + BVG.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Schweizer "Sozial-Un-Wesen" - "falsche Leute in falschen Positionen" = Steuergeld-Verschleuderung!!
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