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Am Montag öffnen nach acht Wochen die Schulen wieder
Aus HeuteMorgen vom 08.05.2020.
abspielen. Laufzeit 02:41 Minuten.
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Schulstart nach Coronakrise Die Kinder freuen sich – und die Eltern?

Für viele Eltern waren die letzten Wochen ein doppelter Kraftakt. Was überwiegt nun, die Vorfreude oder die Bedenken?

Beginnen wir mit der Familie Hirsiger aus dem Aargauischen Erlinsbach. Für Mutter Stephanie Hirsiger ist klar: Es ist gut, dass sie ihre beiden Kinder am Montag wieder in die Schule schicken kann. «Wir freuen uns alle. Ich freue mich, dass die Kinder sich wieder mit ihren Gspändli austauschen können.»

In den vergangenen Wochen durften sich die Kinder nur mit jeweils einem Schul-Gspändli treffen, umso grösser sei die Vorfreude auf den direkten Kontakt: «Wir haben gemerkt, dass das Virtuelle allein nicht reicht. Auch wenn es noch so schön ist, sich auf diesem Weg auszutauschen: Es ersetzt die Nähe einfach nicht.» Angst vor dem Virus hat die 44-jährige Mutter nicht gross.

Die Angst ist immer präsent

Da ist die Stimmung bei Rudy Novena aus Chiasso gemischter: Der Vater von drei Schulkindern begrüsst es, dass die «Scuola» wieder aufgeht. Aber im besonders betroffenen Tessin ist die Angst vor dem Virus immer präsent. Eine gewisse Furcht vor dem Virus, aber auch die Gewissheit, dass sich die Schulen gut vorbereitet haben – so beschreibt der 53-jährige Vater seine Gefühle. Vermutlich werde er seine Kinder oft mit dem Auto zur Schule bringen, um das Ansteckungsrisiko möglichst kleinzuhalten.

Das Ansteckungsrisiko ist das grosse Thema bei der Familie Buchegger aus Arbon im Kanton Thurgau. Mutter Maria-Elena Buchegger findet, die Schule beginne zu früh: «Es macht mir auch Angst, dass da etwas wieder losgehen könnte. Wir sind die letzten acht Wochen zu Hause geblieben und haben nie kranke Kinder gehabt. Wir haben vor allem das Gefühl, dass sie das Virus mit nach Hause nehmen und uns anstecken könnten.»

Ich glaube, das ist kein einfacher Schritt, den wir am Montag machen.
Autor: Maria-Elena BucheggerMutter

Mit ihren acht Kindern wäre sie besonders betroffen, wenn sie krank würde, sagt Buchegger: «Ich glaube, das ist kein einfacher Schritt, den wir am Montag machen.» So ist die Gemütslage bei den Familien im Land gemischt: Viele Schulkinder freuen sich darauf, dass sie am Montag endlich ihre Klassenkameraden wieder sehen können. Dennoch wird der Schulstart bei vielen auch von mulmigen Gefühlen begleitet sein.

Heute Morgen, 8.5.2020, 6 Uhr; gfem;horm

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Zu erwähnen sei, dass die öffentliche Meinung essentiell von dem, was in Medien veröffentlicht wird, abhängt. Wer anderer Meinung ist, den Frage ich, woher er seine Infos bezieht.
    MfG
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  • Kommentar von Tanja Schmid  (Filou_Herrera)
    Mir macht es eher Bauchweh, dass in Basel-Stadt am Montag die Kitas wieder öffnen, Eltern diese aber nicht betreten dürfen. Dies finde ich bei Babys und Kleinkindern nicht „zum Wohl des Kindes“ und ich kann die Regelung nicht ernst nehmen, wenn gleichzeitig alle Gastronomiebetriebe aufmachen und nicht einmal die Besucher*innen-Daten registriert werde. müssen.
    Da sieht man mal wieder, was eine Lobby bringt... schade für die Kinder!
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  • Kommentar von Oskar Schneider  (Oski2)
    Ehrlich gesagt, als Kind, war von Montag bis Freitag und halber Samstag glücklich denn Eltern Arbeiteten und konnte tun und lassen was ich wollte. Funktionierte bestens ausser halber Samstag und Sonntag. Hmmmmmm, muss ja wohl zwischendurch etwas in Kauf nehmen. :)
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