Zum Inhalt springen
Inhalt

70 Jahre «Echo der Zeit» Die neue Erkennungsmelodie – ein Gespräch mit den Schöpfern

Das «Echo der Zeit» hat ein neues Klanggewand. Geschaffen wurde es von «Great Garbo», einem Team von Film- und Werbekomponisten. Im Interview sprechen sie über den langen Weg von der Idee zu den neuen Tönen.

Von links nach rechts: Diego, Nora und Lionel Vincent Baldenweg
Legende: «Great Garbo» besteht aus den Geschwistern Diego, Nora und Lionel Vincent Baldenweg. Luzian Schlatter

SRF News: «Echo der Zeit» hatte jahrzehntelang kein Signet. Ihr habt nun das dritte Klanggewand für die Sendung komponiert. Woran habt ihr euch akustisch orientiert?

«Great Garbo»: Wir haben uns am Inhalt und am Namen der Sendung orientiert. Wir haben akustische Zeitelemente wie Stoppuhren und Echos für die vordergründige Idee von «Echo der Zeit» benutzt. Viele Klänge haben wir rückwärts laufen lassen, um die Geschichten zu unterstreichen, die passiert sind, aber nicht zu weit entfernt liegen. Diese zwei Stilelemente wurden mit einer eingängigen Melodie ergänzt, die mit klassisch besetzten Instrumenten gespielt und gezupft wurde. Für den Klangteppich nach dem Logo haben wir einen modernen elektronischen Sound gewählt, der das Element der Zeit in Form eines Tickers wieder aufnimmt.

Das neue Signet soll für unzählige Geschichten passen

Könnt ihr den Prozess von den ersten Ideen bis zum nun vorliegenden neuen Signet beschreiben?

Radio SRF lud vier etablierte Produzenten von Audio-Jingles zu einem Pitch ein. Diese Ideen wurden ausgewertet und das Team bei SRF entschied sich, mit uns weiterzufahren. Danach folgten diverse Sitzungen und Besprechungen um die Grundidee zu vervollständigen. Ursprünglich verfolgten wir eine Vorgehensweise, die hauptsächlich mit klassischen Instrumenten gespielt wurde, um dem leicht elitären Ruf, den die Sendung hat, gerecht zu werden. Da wir jetzt aber im Jahr 2015 sind, wurde im Prozess schnell klar, dass wir das Klassische in eine neue Form bringen müssen. So entstand ein eher klassischer Jingle, aber zeitgemässer und mit einem modernen Musikteppich als Untermalung der Beiträge.

Ihr wart bisher vor allem für Spielfilme und für die Werbebranche tätig. Das neue Echo-Signet war euer erster Kontakt mit dem Radio. Was war neu für euch?

Radio SRF wollte einen filmischen Ansatz in Betracht ziehen und deshalb wurden wir zu diesem Pitch eingeladen. Neu für uns war, dass wir kein Bild als Vorlage zum Vertonen hatten. Das neue Signet soll jedoch für unzählige Bilder und Geschichten passen. Wir haben in diesem Fall eher konzeptuell gearbeitet. Das war eine neue und inspirierende Erfahrung für uns.

Das Gespräch führte Matthias Kündig.

Mit oder auch ohne Signet: Das «Echo der Zeit» im Lauf der Jahre

Über die Komponisten

Hinter dem Namen «Great Garbo» stecken die Geschwister Diego, Nora und Lionel Vincent Baldenweg. Von ihnen stammt die Musik zu diversen Spielfilmen sowie zu unzähligen nationalen und internationalen Werbekampagnen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.