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Abstimmung vom 13. Juni Produzenten und Verbände starten Kampagne gegen Agrar-Initiativen

  • Die IG Zukunft Pflanzenschutz bekämpft die Trinkwasser- und die Pestizidverbotsinitiative.
  • Die Hauptargumente: Teurere regionale Produkte, mehr importierte Lebensmittel und kein Nutzen für die Umwelt.
  • Abgestimmt wird am 13. Juni 2021.
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Der Bundesrat sagt Nein zu Trinkwasser- und Pestizid-Initiative
Aus Tagesschau vom 23.03.2021.
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Die IG legte vor den Medien ihre Argumente dar. Mit den von den Initiativen geforderten Einschränkungen und Verboten für Pestizide könnten Pflanzenkulturen nicht mehr vor Schädlingen und Krankheiten geschützt werden. Das Angebot an einheimischen Produkten würde knapper, und die Preise würden steigen.

IG Zukunft Pflanzenschutz

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In der Interessengemeinschaft (IG) haben sich der Verband Schweizer Gemüseproduzenten, der Schweizer Obstverband, Jardin Suisse und Swiss Convenience Food Association (SCFA) zusammengeschlossen. Unterstützt wird ihre Nein- Kampagne von Economiesuisse, dem Konsumentenforum (kf), der Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor und dem Weinbau-Verband Vitiswiss.

Mehr Einkaufstourismus befürchtet

Die Folge wäre, dass mehr im Ausland eingekauft würde. Wegen der schlechteren Qualität von regionalen Produkten würden mehr Gemüse und Früchte weggeworfen. Produzenten, Lebensmittelverarbeiter, Gewerbe und Gastronomie und auch die Konsumentinnen und Konsumenten hätten das Nachsehen.

Mit einem Ja sieht die IG Existenzen vieler Produzenten und Tausende von Arbeitsplätzen bedroht und die Forschung würde eingeschränkt. Ein Pestizidverbot würde laut IG auch zu Problemen bei der Hygiene in Ställen und Produktionsanlagen führen. Denn auch die für die Reinigung verwendete Biozide würden untersagt.

Die Landwirtschaft unternehme vieles, um die Umweltbelastung zu senken und ihre Pflanzungen zu schützen, macht die IG geltend. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sei in der konventionellen Produktion in den letzten zehn Jahren um rund 40 Prozent gesunken, und der Gebrauch von Herbiziden gar um 45 Prozent.

Zwei Initiativen, zwei Wege

Die Trinkwasserinitiative des Vereins «Sauberes Wasser für alle» fordert eine Versorgung der Menschen im Land mit gesunden Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser. Subventionen sollen nur noch Bauern erhalten, die auf Pestizide, vorbeugend oder systematisch verabreichte Antibiotika und zugekauftes Futter verzichten.

Auch die landwirtschaftliche Forschung, Beratung und Ausbildung soll nur unter diesen Bedingungen Geld vom Bund erhalten. Für die Umsetzung der Verfassungsbestimmung würden acht Jahre Zeit eingeräumt.

Hinter der Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» steht ein Komitee von Bürgerinnen und Bürgern. Sie fordern ein Verbot synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege.

Verboten werden soll auch der Import von Lebensmitteln, die mit synthetischen Pestiziden hergestellt wurden oder die solche enthalten. Die Durchführungsvorschriften müssten innerhalb von zehn Jahren in Kraft treten.

SRF 4 News, 10 Uhr, 25.03.21;

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Silvan Perreten  (TWI)
    Wieso sollten nur die Landwirte ohne Pestizide arbeiten. SBB wird auch Subventioniert und spritzt Jährlich 5500 Liter Glyphosat.
  • Kommentar von Reto Albertini  (Reto Albertini)
    2 x Ja, nur so lernen die unbelehrbaren naturnah zu produzieren. Es ist machbar ohne Pestizide zu Produzieren dazu gibt es genügend Beispiele. Wer etwas anderes behauptet lügt!
    1. Antwort von Silvan Perreten  (TWI)
      Die Selbstversorgung in der Schweiz ist schon sehr tief mit diesen Initiativen wird er noch sinken.(noch abhängiger vom Ausland).0.9Tonnen Rückstände von Landwirtschaftlichen, und 20 Tonnen von Haushalten wurden im Wasser nachgewiesen, Also wieso nicht auch bei Haushaltungen und Körperpflege anfangen.
  • Kommentar von Lukas Burg  (LukBu)
    Auch ich als Bio Produzent bin gegen diese zwei extremen Agrarinitiativen. Chemische Pflanzenschutzmittel müssen erhalten bleiben, sonst nimmt der Krankheitsdruck und Schädlingsdruck enorm zu, womit auch Bioproduzenten noch mehr Probleme kriegen.

    Die Befürworter dieser Initiative sind sehr naiv, sie erkennen keinen Krankheits und Schädlingsdruck und haben keine Ahnung von der realen Landwirtschaft.
    1. Antwort von heinz furrer  (organdi)
      Dass die Befürworter naiv sind, ist ein naives Statement. Ein Grossteil des Mittellandes muss heute mit vergiftetem Trinkwasser leben. Klar, die Belastungen sind noch niedrig, aber man muss heute dagegen halten. Heute werden Leute sofort als naiv beschuldigt, die sich für das Wohl der Bevölkerung und nicht für das Geld resp. die Loby einsetzen. Die Gesundheit kommt vor allem!
    2. Antwort von Sancho Brochella  (warum?)
      Solange die Landwirtschaft, ob bio oder konventionell, in Monokulturen und/oder auf Grossacker angelegt ist, mag das sicher ein Thema sein. Ich anerkenne auch, dass ein Systemwechsel mit enormem Arbeits-Mehraufwand verbunden ist und es schwierig sein wird Arbeitskräfte dafür zu rekrutieren, auch wird das die Preise ansteigen lassen. Aber möglich ist es schon, auch erprobt. Eine Permakultur bringt so z.B. bis das Dreifache an Ertrag gegenüber einer Grossfeldbewirtschaftung. Umdenken täte Not.