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Raumplanungsgesetz Raumplanungsgesetz: Rückenwind für Gegner

Allein mit verdichtetem Bauen könnte ein Fünftel des erwarteten Bevölkerungswachstums in der Schweiz aufgefangen werden. Das zeigt eine neue Studie. Ist das neue Raumplanungsgesetz damit überflüssig?

Experten der Hochschule für Wirtschaft Zürich  rechnen vor: Bereits mit einem bis zwei Stockwerken pro Gebäude mehr könnte enorm viel zusätzlicher Wohnraum in der Schweiz geschaffen werden. Konkret erwarten die Experten, dass ein Fünftel des künftigen Bevölkerungswachstums aufgenommen werden kann.

Für den Schweizerischen Gewerbeverband wird damit das umstrittene Raumplanungsgesetz hinfällig. Er wehrt sich gegen die Reduzierung von überdimensionierten Bauland-Reserven.  Das Potenzial für neuen Wohnraum durch verdichtetes Bauen sei aber schweizweit hoch, wie Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands sagt. In Bern und Basel sei es sogar noch höher als in Zürich und auch in den Gemeinden sei Potenzial vorhanden.

Befürworter sehen Bauzonen im Grünen weiter unter Druck

Ein Paar steht vor einem Hochhaus im Westen Berns
Legende: Verdichtetes Wohnen in Berns Westen. Keystone

«Das Bauen auf der grünen Wiese ist im Normalfall einfacher, billiger und weniger aufwändig», sagt Hans-Ulrich Bächtold, Geschäftsführer des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA). Es geniesse in der Schweiz nach wie vor höhere Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Anreize zum verdichteten Bauen seien deshalb nur mit Verkleinerung der Bauzonen zu erreichen.

Einig sind sich Befürworter und Gegner darin, dass in Zukunft verstärkt verdichtet gebaut werden soll. Befürworter des neuen Raumplanungsgesetzes wollen mittels Gesetzesrevision den Druck erhöhen, Gegner wiederum sehen die Lösung in einer Lockerung der Bauvorschriften.

Legende: Video Einstein Spezial zum verdichteten Bauen (8.11.2012) abspielen. Laufzeit 40:04 Minuten.
Aus Einstein vom 08.11.2012.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Ilg Erwin, 8136 Gattikon
    Jedes auch kleines Land wie die Schweiz muss sich die Frage stellen, wo sind den die Grenzen?Also baggern wir weiter,irgendwann kommt der Bagger an ein Haus,welches ihm im Wege steht! Gut wo sind die Grenzen? Von Gefühlen kaum zu reden! Man redet nicht über sogenannte Gefühle,sondern man spricht über die Rendite! Was an sich auch gerechtfertigt ist,fragt sich nur was macht die übernächste Generation! In die Hände spucken und über vorherige Generationen fluchen!
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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Wir sollten dieses Gesetz jetzt annehmen. Damit wird wenigstens mal z.T. der Verbetonierung der Schweiz Einhalt geboten. Da wird man aber später noch mit massiveren Initiativen weitermachen müssen. Wenn das Volk aber Nein sagt zu diesem neuen Gesetz geht es genauso weiter wie bis anhin. Die meisten können ja einfach zum Fenster hinaus schauen und es mit eigenen Augen sehen. Sonst lesen Sie mal die Baubewilligungen und die Berichte über Neubauten, oder gehen Sie von Baden nach Zürich.
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  • Kommentar von E.Wagner, Zug
    Stimmt leider! Wir sind bald eine Stadt Schweiz und kein Staat mehr! Mit Ghettos in einigen Orten dann, wo man nachts nicht mehr rausgehen kann.Unser Land ist nicht aus Gummi.Unsere Kinder müssen studieren damit sie noch Aussicht haben einen Job zu finden.Hört doch endlich auf mit diesem Wachstum Unsinn Wer bezahlt diesen Preis??? Die Natur!!
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