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Nachhaltigere Landwirtschaft Kampagne für Fair-Food-Initiative gestartet

Legende: Video Kampagne für Fair-Food-Initiative gestartet abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.08.2018.
  • Das Ziel der Initiative ist, dass die Land- und Ernährungswirtschaft nachhaltiger werden.
  • Für die Initianten der Fair-Food-Initiative ist das Anliegen nötiger denn je. Sie verweisen auf den Klimawandel, das Artensterben, die Massentierhaltung und Lebensmittelskandale.

Das Stimmvolk entscheidet am 23. September über die Initiative «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel» (Fair-Food-Initiative) der Grünen. Die Initianten wollen den Bund zur Förderung von Lebensmitteln verpflichten, die umweltschonend, tierfreundlich und fair hergestellt werden.

Diese Standards sollen grundsätzlich auch für importierte Lebensmittel gelten. Der Bund müsste die Anforderungen festlegen und sicherstellen, dass Importprodukte diesen genügen. Dazu könnte er Einfuhrzölle anheben.

Politische Weichenstellungen stehen an

Die Initiative komme allen zugute, schreibt das Initiativkomitee in einer Mitteilung: Umwelt und Klima, Konsumenten, Bauern sowie dem Tierwohl.

In der Land- und Ernährungswirtschaft stünden wichtige politische Weichenstellungen an. Das Parlament werde sich bald mit der Weiterentwicklung der Agrarpolitik befassen, und der Bundesrat möchte neue Freihandelsabkommen abschliessen. Umwelt-, Sozial- und Tierschutzstandards spielten dabei aber leider keine Rolle.

«Handelsrechtskonform umsetzbar»

Aus Sicht der Initianten wäre die Umsetzung der Fair-Food-Initiative mit wenig Aufwand möglich, etwa durch eine bessere Deklaration oder Zielvereinbarungen mit der Branche. Bewährte privatwirtschaftliche Massnahmen wie Labels sollen gestärkt werden. Wo möglich sollen nachhaltig produzierte Lebensmittel an der Grenze bevorzugt behandelt werden.

Entgegen der Behauptung der Gegner sei die Initiative handelsrechtskonform umsetzbar, schreibt das Komitee. Es sei das Ziel, das bestehende Handelsrecht zu respektieren und es gleichzeitig in Richtung mehr Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Wenn wir wirklich etwas für unsere Umwelt tun wollen müssen wir diese Initiative unterstützen.
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  • Kommentar von Ivan Suter (Beren)
    Ich bin ganz klar für diese Initiative, wir müssen endlich handeln! Wenn es nicht über reinen Menschenverstand geht, dann halt über Gesetze... Die meisten Leute die dagegen sind, denken, dass die Preise für Lebensmittel sehr viel höher sein werden. Sie denken aber nicht daran, dass die jetztigen Preise so günstig ist, dass irgendwo in der Kette jemand zu wenig verdient oder an der Qualität gespart wird.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Ich jedenfalls werde die Initiative klar ablehnen, denn ich bin nicht bereit, mich über erhöhte Einfuhrzölle zum Konsum von masslos überteuerten Schweizer Lebensmitteln zwingen zu lassen. Gesundheit, Tierschutz, usw. hin oder her. Es ist eine Mogelpackung, von der parlamentarischen Bauernlobby ausgedacht, um der Landwirtschaft noch mehr Subventionsmilliarden hintenrein blasen zu können. Und die Preise ins Nirvana hochtreiben zu können. Das sehe ich definitiv nicht ein!
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