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Abstimmung Luzern Zwist um christliche Symbole in der Stadt Luzern

Um die christlichen Wandmalereien in der Abdankungshalle des Friedhofs Friedental in Luzern ist dieses Jahr ein Streit entbrannt. Es ging um die Frage, ob sie dort bleiben sollen. Zwar ist inzwischen klar, dass sie nicht wegkommen. Trotzdem stimmt die Stadtbevölkerung Ende September darüber ab.

Die Abdankungshalle des Luzerner Friedhofs Friedental.
Legende: Die Abdankungshalle des Luzerner Friedhofs Friedental. SRF

Ein Komitee, das aus den Reihen der CVP entstanden war, verlangt, dass die christlichen Wandmalereien erhalten bleiben. Das Anliegen geht auf einen längeren Zwist zurück. Das Stadtparlament hatte Anfang Jahr beschlossen, dass die Halle konfessionsneutral zu gestalten sei. Schliesslich werde sie nicht nur von Christinnen und Christen benutzt und sie sei ursprünglich – im Jahr 1917 – auch neutral gebaut worden.

Ganz anders sehen es CVP und SVP: die Malereien gehörten zur Tradition und müssten bleiben. Nach ihrem vehementen Widerstand einigte man sich mit der Stadtregierung auf einen Kompromiss: die Malereien sollten erhalten bleiben. Mit einem Vorhang oder einer mobilen Wand sollten sie je nach Bedarf auf- oder zugedeckt werden.

Nur ein politisches Zeichen

Das reichte dem Komitee aber nicht. Es will erreichen, dass der Erhalt der Malereien im Friedhofsreglement festgelegt ist und hat deshalb das Referendum ergriffen. Das Verzwickte daran: die Ausgestaltung der Abdankungshalle ist gar nicht Teil des Reglements. Mit einem Nein wird nur ein politisches Zeichen ausgesandt.

Ob ein solcher Abschnitt im Reglement juristisch zulässig wäre, bezweifelt die Stadtregierung in der Abstimmungsbroschüre. Es müsste rechtlich geprüft werden, ob eine solche Bestimmung mit den in der Bundesverfassung verankerten Werten der Rechtsgleichheit und der Glaubens- und Gewissensfreiheit vereinbar sei, schreibt sie.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Jetzt mal ehrlich! Wem gefällt die Gestaltung dieser Abdankungshalle überhaupt? Das Dekor und die Stühle, die unmögliche Raumeinteilung, da tut das Abschiednehmen ja doppelt weh. Warum solche Orte so gruslig, beklemmend und trostlos daher kommen müssen, wäre auch ein paar Überlegungen wert. Diese popligen, disproportionalen Wandmalereien von sehr bescheidener Qualität, tragen nicht das mindeste zu Trost und Erbauung bei.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Mir gefällt sie auch nicht, aber das ist nicht der Grund. Der Grund sind die christlichen Malereien an der Wand. Mir gefällt auch nicht jede Wohnung, aber wenn die Luzerner das schön finden, ihr Problem.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Der oftmals auch an anderer Stelle mit einem Laecheln auftretend, verbreitet wohlklingende Schalmeien der teuflischen Art und findet dabei auch noch bei Atheisten Zustimmung. Wahrlich, der Leibhaftige ist tatsächlich auch ein Meister seines Faches. Er findet Zugang wo immer er will, sogar in "Abdankungshallen", christlicher Orientierung und will deren Symbole verbieten. Niederträchtiger geht's nun wirklich kaum mehr.
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  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    Gahts no? Luzern ist doch eine katholische und keine islamische Stadt.
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