Keine neuen Statuten für die Biosphäre im Entlebuch

Die neuen Statuten des Gemeindeverbandes Unesco Biosphäre Entlebuch werden mit 60 Prozent abgelehnt. Alle sieben Gemeinden sagen Nein zu den neuen Strukturen.

Totale auf ein Entlebucher Tal mit Bergen, Wälder und Wolken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr Mitsprache oder zu grosse Macht für den Gemeindeverband? Alle sieben Gemeinden lehnten die Vorlage ab. Keystone

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Die Unesco Biosphäre

Das 397 Quadratkilometer grosse Haupttal des Entlebuchs ist seit 2001 neben dem Nationalpark das zweite Unesco-Biosphärenreservat der Schweiz. Es ist das erste solche Gebiet, das durch eine Volksabstimmung begründet wurde. Herausragende naturräumliche Charakteristiken sind die ausgiebigen Moore sowie die Karstlandschaft Schrattenflueh.

Der Gemeindeverband Unesco Biosphäre Entlebuch (UBE) wollte sich neue Strukturen geben. Die Delegierten der UBE hatten diesen im Mai mit 23 zu 10 Stimmen zugestimmt. Ein Komitee «für demokratische Statuten in unserem Gemeindeverband UBE» ergriff dagegen das Referendum. Die Gegner befürchteten, die UBE könnte als Mehrzweckverband zu mächtig werden.

Beschränkten sich die Tätigkeiten des Verbandes bislang auf eine nachhaltige Entwicklung der Region, sollte er nun weitere Aufgaben (Abwasser, Kehricht) übernehmen und als Mehrzweckverband ausgebaut werden.

Dieses Ansinnen lehnten nun alle sieben Gemeinden mit insgesamt 3922 Nein zu 2665 Ja ab.