Ja und Nein zu Hochhäusern in der Stadt Luzern

Die Stadtluzerner sagen Ja zur neuen Bau- und Zonenordnung und genehmigen damit verschiedene Hochhausstandorte. Bei den beiden separat zur Abstimmung vorgelegten Hochhausstandorten gibt es ein Ja und ein Nein. Beim Steghof darf ein Hochhaus gebaut werden, bei der Seeburg dagegen nicht.

Blick über die Stadt Luzern mit den Hochhäusern Allmend im Hintergrund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Blick über Luzern - künftig kann es noch mehr Hochhäuser geben. SRF

Die Stadtluzerner stimmen der neuen Bau- und Zonenordnung deutlich mit 13'457 Ja zu 8'729 Nein zu. Etwas weniger deutlich mit 11'546 Ja zu 10'422 Nein wurde das Hochhaus beim Steghof angenommen.

Keine Zustimmung erhielt der Hochhausstandort Seeburg. Dieser wurde mit 11'410 Nein zu 10'579 Ja abgelehnt. Umstritten war insbesondere der Handel mit den Besitzern des Grundstückes bei der Seeburg. Die Hotelbesitzer der Seeburg hätten als Gegenleistung für die Bewilligung eines Hochhauses den Jesuitenhof saniert, eine historische Gebäudegruppe.

Die Bau- und Zonenordnung (BZO)  legt fest, wo wie gebaut werden kann, wo gearbeitet und wo gewohnt werden darf. Im Grundsatz war die BZO nicht umstritten. Fundamentale Meinungsunterschiede gab es im Stadtparlament nur zu zwei Themen, nämlich zur Tourismuszone und zu den Hochhäusern.
 

Nein zur Zwischennutzung von leerstehenden Gebäuden

Die Stimmberechtigten lehnen die Juso-Initiative über die Zwischennutzung von leerstehenden Gebäuden ab. Die Initiative «Zwischennutzung statt Baulücke» verlangte, dass leerstehende Gebäude und Räume für Zwischennutzungen zur Verfügung gestellt werden müssen, und zwar zu Verwaltungskosten.
 
Die Initiative sah dabei eine Meldepflicht für leer stehende Gebäude vor. Vor allem diese Meldepflicht hat die Stadtregierung und das Parlament bewogen die Initiative abzulehnen.