Schutzzone für Hotels: In Luzern umstritten, in Weggis bewährt

Die Stadt Luzern will die grossen Traditionshotels einer Schutzzone unterstellen und damit absichern, dass sie auch künftig als Hotels betrieben werden. Die Hoteliers selber aber wehren sich. Ganz anders in Weggis, wo es eine solche Zone bereits seit 20 Jahren gibt.

Blick auf die Hotels Gerbi und Alexander in Weggis. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Leben gut mit der Hotelzone: Die Weggiser Hotels Gerbi und Alexander. SRF

Für die Befürworter der Luzerner Tourismuszone ist klar: Die grossen Luxushotels sind für die Stadt lebenswichtig. Deshalb soll verhindert werden, dass die Häuser zu Luxusresidenzen umgebaut werden. Dies war beispielsweise mit dem Hotel Tivoli geschehen.

Die Tourismuszone ist Teil der neuen Bau- und Zonenordnung der Stadt, über die am 9. Juni abgestimmt wird. Die Schutzzone umfasst die Hotels Hermitage, Seeburg, Europe, Montana, National, Palace, Schweizerhof und Gütsch sowie das Schlösschen Utenberg, das Kursaal-Casino und das Seerestaurant Tivoli.

Die betroffenen Hotelbesitzer bekämpfen die neue Zone. Sie entwerte ihre Liegenschaften. Ausserdem kritisieren die Hoteliers, dass andere Luzerner Hotels nicht betroffen sind. Dies sei eine Ungleichbehandlung.

Weggis reagierte vor 20 Jahren

Ähnliche Diskussionen gab es vor 20 Jahren in der Gemeinde Weggis. Damals standen etwa die Hälfte der Hotels zum Verkauf. Weggis reagierte und führte die Kur- und Hotelzone ein – mit fast identischen Vorgaben wie sie heute in der Stadt Luzern zur Diskussion stehen.

Nach anfänglichem Widerstand sind sich die meisten Hoteliers in Weggis einig: Die Schutzzone habe sich bewährt. Sie habe geholfen, dass Weggis ein Touristenort bleiben konnte.