St. Gallen saniert Bahnhofplatz

Der Bahnhofplatz in St. Gallen wird umgebaut. Die Stimmbürger haben dem Anteil der Stadt zugestimmt. 54 Prozent legten ein Ja in die Urne. Somit übernimmt die Stadt Kosten von 37 Millionen Franken. Die Eröffnung ist auf 2018 geplant.

Visualisierung des neuen Bahnhofplatzes von St. Gallen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der neue Bahnhofplatz: SBB und Stadt wollen die ÖV-Drehscheibe St. Gallen für die steigenden Benutzerzahlen fit machen. st. gallen

Mit dem städtischen Projekt wird der ganze Platz umfassend saniert. Neue Beläge, Wartehallen, Sitzbänke, zusätzliche Bepflanzungen und eine in den Kornhausplatz eingefügte grosse Wasseranlage sollen den Bahnhofplatz attraktiver machen.

Neue Ankunftshalle

Parallel zum Bahnhofplatz werden die SBB ihrerseits mit ihrem Projekt den Bahnhof, die Perrons und die Unterführungen modernisieren. Dazu gehören namentlich der Einbau von Rolltreppen und Liften, der Ausbau der Zugänge zu den Perrons und eine neue, grosse und lichtdurchflutete Ankunftshalle. Die SBB werden zudem auch das Bahnhofgebäude mit der Bahnhofhalle umfassend erneuern. Das Gesamtprojekt ist mit 120 Millionen Franken veranschlagt. Nebst dem Anteil der Stadt von 37 Millionen Franken steuern die SBB 56 Millionen bei, Bund und Kanton 23 Millionen. Die Eröffnung ist für 2018 geplant.

Ausgliederung der VBSG abgelehnt

Die St. Galler Verkehrsbetriebe werden nicht aus der Stadtverwaltung ausgegliedert und in zwei Aktiengesellschaften überführt. Die Stimmbürger lehnten das Vorhaben des Stadtrates mit 65 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab. Die Auslagerung sollte den Einfluss der Stadt im Bereich des öffentlichen Verkehrs im Raum St. Gallen erhöhen. Die Vorlage war umstritten. Linke und Gewerkschaften befürchteten einen politischen Kontrollverlust und schlechtere Arbeitsbedingungen für die VBSG-Angestellten.