Befürworter und Gegner zur Schwyzer Steuerreform

Dem Tiefsteuerkanton Schwyz droht die Verschuldung. Das Stimmvolk soll deshalb eine Steuererhöhung für Top-Verdiener und Vermögende beschliessen.

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Bildlegende: Mit mehreren Änderungen im Steuergesetz möchte die Schwyzer Regierung im Ganzen 66 Millionen Mehreinnahmen generieren. Keystone

Mit verschiedenen Änderungen im Steuergesetz sollen insgesamt 66 Millionen Franken mehr in die Schwyzer Staatskasse fliessen. Unter anderem sollen Einkommen ab 230'400 Franken stärker belastet werden. Bei der Vermögenssteuer wird der Steuersatz von 0,5 auf 0,6 Promille erhöht.

«Sparmassnahmen alleine reichen nicht mehr. Wir müssen auch zwingend zu mehr Einnahmen kommen», sagt Finanzdirektor Kaspar Michel. Trotz der Steuergesetzrevision bleibe die hervorragende Position des Kantons im Steuerwettbewerb erhalten, so Michel weiter.

Schwyz schreibt seit ein paar Jahren hohe Defizite. Als wichtigen Grund dafür bezeichnet die Regierung die steigenden Zahlungen in den Nationalen Finanzausgleich.

Bürgerliches Komitee bekämpft die Steuerrevision

Gegen die Steuerreform hat der Schwyzer Hauseigentümerverband das Referendum ergriffen. Dieser tritt inzwischen nicht mehr als offizieller Gegner auf.

An seiner Stelle kämpft nun ein bürgerliches Abstimmungskomitee.

«Es muss möglich sein, ohne Steuererhöhungen die Finanzen in den Griff zu bekommen» sagt Roman Weber, Sprecher des Komitees und Geschäftsführer des Hauseigentümerverbandes.

Im Schwyzer Kantonsrat war die Vorlage mit 77 zu 12 Stimmen gutgeheissen worden.