Zum Inhalt springen

Wahlen TG Eine Wahl ohne Auswahl

Die Wahl der 40jährigen Stettfurterin Carmen Haag von der CVP in den Thurgauer Regierungsrat wird praktisch zur Formsache. Die Chancen der parteilosen Gabi Coray sind gering. Haag will als Regierungsrätin vor allem auf den Dialog setzen.

Legende: Audio «Am liebsten hätte ich das Justizdepartement» (24.01.2014) abspielen.
13 min

Die Ersatzwahl am 9. Februar wird nötig, weil Bernhard Koch (CVP), Vorsteher des Departements für Finanzen und Soziales, Ende Juni nach 14 Jahren aus dem Regierungsrat zurücktritt. Gegenwärtig setzt sich der Regierungsrat so zusammen: 2 SVP, 1 FDP, 1 SP und 1 CVP. Der frei werdende CVP-Sitz wird von anderen Parteien nicht angegriffen.

Die Ökonomin und Unternehmerin Carmen Haag wurde von den CVP-Delegierten nominiert; die Präsidentin der CVP-Fraktion im Grossen Rat setzte sich in der parteiinternen Ausmarchung gegen die Kantonsräte Norbert Senn aus Romanshorn und Josef Gemperle aus Fischingen durch.

Im Gespräch mit dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1 sagte Haag, dass sie sich als Regierungsrätin vor allem als Vermittlerin sehe. Es gehe ihr nicht darum, immer im Vordergrund zu stehen, so Haag.

Coray probiert es erneut

Gabi Coray tritt bei den Thurgauer Regierungsratswahlen als Aussenseiterin an. Die 48jährige Parteilose will den Stimmberechtigten eine Auswahl bieten, auch wenn sie kaum eine Chance auf eine Wahl hat.

Es ist nicht ihre erste Kandidatur für den Thurgauer Regierungsrat: Bereits 2006 und 2008 hat sie kandidiert und jeweils rund 7000 Stimmen geholt. Auch zu den Bundesratswahlen ist Gabi Coray bereits angetreten.

Der Grund für Corays Kandidaturen: Nach einer schwierigen Scheidung vor über 20 Jahren fühle sie sich als, sagt sie. Ihr Vertrauen in die Politiker und Behörden sei weg – und vielen anderen ginge es genau gleich. Genau bei diesen Stimmberechtigten sieht Coray ihre Chancen.

Falls es am 9. Februar doch nicht klappt: Gabi Coray hat bereits die Kandidatur für die nächsten Bundesratswahlen eingereicht.